Fußweg entlang des Baugebiets Oranienring
Weg wird als Müllkippe und Hundeklo missbraucht

Borghorst -

Eigentlich ist das Baugebiet Oranienring ein kleines Paradies für Spaziergänger. An vielen Stellen führen Fußwege abseits der Straßen an Gärten vorbei, ein weiteres Pättken führt vom Bolzplatz am Oranienring am Baugebiet entlang bis zur Münsterstiege und von dort längs des Kuhlenbachs bis in das Heuerland.

Samstag, 23.02.2019, 15:00 Uhr
Die kleine Fiby muss aufpassen, wohin ihre Neugier sie lockt. Etwa an dieser Stelle am Ufer des Kuhlenbachs, an dem ein Bürostuhl und eine Matratze entsorgt wurden.
Die kleine Fiby muss aufpassen, wohin ihre Neugier sie lockt. Etwa an dieser Stelle am Ufer des Kuhlenbachs, an dem ein Bürostuhl und eine Matratze entsorgt wurden. Foto: Bernd Schäfer

Die pure Idylle direkt vor der Haustür – wenn da nicht immer wieder Leute wären, die mit Idylle offenbar nicht viel am Hut haben und die Natur lieber dazu nutzen, Mülltüten und Grünabfall loszuwerden oder als Toilette für ihre Vierbeiner.

Stefanie Krampe-Sundrup ist davon mächtig genervt. Wenn sie mit ihrer Fiby unterwegs ist, muss sie ständig aufpassen, dass die acht Monate junge Rauhaardackelhündin nicht an irgendetwas herumknabbert.

Von einem anderen Hundehalter weiß Stefanie Krampe-Sundrup, dass dessen Vierbeiner sich unlängst an einem achtlos in der Gegend entsorgten Biomüllhaufen vergnügt hat. „Je nachdem, was da drin ist, kann das ja auch gefährlich sein.“

Am Rand des Fußwegs, der sich zwischen Häusern und Feldern entlang schlängelt, stapeln sich in unschöner Regelmäßigkeit Haufen von Grünschnitt. Oft inmitten von Sträuchern, die die wilde Entsorgung im Sommer mit ihrem Laub verbergen. Da scheint der Weg zum Wertstoffhof in Burgsteinfurt für manche dann doch einfach zu weit zu sein...

Auch das steil abfallende Ufer des Kuhlenbachs scheint bei einigen das Bedürfnis zu wecken, ihren Müll zu entsorgen. Hier liegt eine weiße Tüte mit Plastikmüll, dort ein blauer Müllsack mit undefinierbarem Inhalt. An einer Stelle finden sich gar Reste eines Bürostuhls und einer Matratze. „Wir haben doch alle eine Verantwortung für die Umwelt“, kann Stefanie Krampe-Sundrup so ein Verhalten nicht verstehen. Bei der Stadt hat sie bereits nachgefragt, ob man entlang des Fußwegs nicht ein paar weitere Mülleimer aufstellen könnte – das soll demnächst geprüft werden.

Aber auch dann ist wohl kaum sicher, dass die wilde Müllentsorgung Geschichte wird. Aber immerhin würden dann vielleicht Kleinigkeiten wie die kleine schwarze Tüte, in der jemand offensichtlich erst Hundekot gesammelt, ihn dann aber samt Beutel weggeworfen hat, nicht mehr in der Natur landen.

Ein paar Kotbeutel-Spender wären am Wegrand sicher auch nicht verkehrt. Dann könnten Kinder auch wieder über den Grünstreifen toben, ohne Angst haben zu müssen, bei jedem zweiten Schritt mitten in einen Hundehaufen zu treten.

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