41. Kinderkarnevalszug Burgsteinfurt
Regen und Süßes satt von oben

Burgsteinfurt -

Der Höhepunkt der fünften Jahreszeit ist erreicht: Am Rosenmontag feierten zahlreiche Narren zusammen mit dem Kinderprinzenpaar Felian I. und Lea II. Straßenkarneval. Der Kinderkarnevalszug litt jedoch unter dem schlechten Wetter. Die Zuschauerresonanz kam nicht an die der Vorjahre heran.

Montag, 04.03.2019, 14:34 Uhr
41. Kinderkarnevalszug Burgsteinfurt: Regen und Süßes satt von oben
Foto: Ralph Schippers

Das haben die Burgsteinfurter Karnevalisten nun wirklich nicht verdient: Gerade war der Zug vom Startpunkt Markt aus in die Steinstraße eingebogen, da öffnete Petrus die Schleusen: Ein heftiger Regenguss ging auf die Teilnehmer und die wacker an der Umzugsstrecke ausharrenden Zuschauer hernieder.

Völlig ungeschützt vor dem Nass hoch oben auf dem Elferratswagen: Das Prinzenpaar Felian I. und Lea II. Doch die Steinfurter Kindermajestäten und ihr Zerri Kilian zeigten sich von den Wetterunbilden gänzlich unbeeindruckt. „Es macht uns trotzdem Spaß“, sagte die Prinzessin schon fast mit Trotz, während der Prinz seine ganz eigene Methode entwickelte, um seine gute Laune zu konservieren: Je doller es regnete, desto mehr Süßigkeiten ließ er fliegen und umso lauter wurden seine „Helau-“-Rufe ins Narrenvolk hinein. Eine Strategie, die Wirkung zeigte: Immerhin in der zweiten Runde des Narrenzugs durch die Altstadt Stemmerts blieb es dann trocken – entsprechend stieg die Stimmung bei den Zuschauern, meist Familien mit kleinen Kindern, an.

Dass es überhaupt einen Umzug an Rosenmontag geben würde, stand lange in den Sternen. „Erst um 10 Uhr hat uns das Ordnungsamt grünes Licht gegeben“, berichtete Komitee-Vorsitzende Vera Alfert kurz vor dem Start. Vor allem der angekündigte Sturm ließ die Verantwortlichen zaudern. Tief „Bennet“ ließ es dann aber gemächlicher angehen als angekündigt.

Ein „Opfer“ gab es indes: Die Karnevalsgesellschaft Hola aus Haaksbergen ließ ihre Wagen zu Hause, kam „nur“ mit einer Fußgruppe. Zu groß war die Gefahr, dass die durch ihre hohen Aufbauten bekannten Wagen Schaden nehmen und abbrechende Teile Unheil anrichten könnten.

Mit leicht dezimierter Umzugsstärke ging es sodann auf die Strecke, die zwei Mal sehr kompakt durch die unmittelbare Altstadt führte. Wegen des schlechten Wetters waren die Straßen nicht ganz so gut gefüllt wie sonst üblich. Die, die gekommen waren, konnten sich aber an einem bunten, abwechslungsreichen Karnevalszug erfreuen. Und natürlich an reichlich Süßem: Zentnerweise fiel das Wurfmaterial auf das Narrenvolk herab.

Die Motive des Zuges bezogen sich auf das Motto Spielewelt, aber auch auf Märchen oder Natur. Als Figuren waren unter anderem Schlümpfe und Musketiere zu sehen. Auch Teilnehmer als Wettringen, Leer und Laer bereicherten die Veranstaltung. Mit der Camphill-Dorfgemeinschaft und den Wagenbauern „Stemmerter Köppe“ gab es zwei Neulinge.

Als nach gut einer Stunde der Umzug am Markt endete, hatten die Moderatoren Olaf Heinrich und Cliff Odum für alle ein dickes Lob parat: „Super, dass ihr so gut durchgehalten habt.“ Anerkennung gab‘s auch vom großen Dreigestirn und von Bürgermeister-Stellvertreter Hans Günter Hahn, die auf dem Moderationswagen alle kräftig mitschunkelten.

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