Steinfurter Land Tourismus: Neue Angebote
Entschleunigend und Identität stiftend zugleich

Steinfurt -

Die 100-Schlösser-Route als die deutschlandweit „Königin der Radrouten“ lässt es erahnen: Die Region hat hohe Bedeutung für den Radtourismus. Aber nicht nur. Ergänzend soll künftig der Fokus verstärkt auf das touristische Wandern gesetzt werden. Möglich macht es das Leader-Projekt „Steinfurter Land Tourismus“. Während eines Arbeitstreffens im Alten Rathaus in Burgsteinfurt haben sich die Bürgermeister beziehungsweise deren Stellvertreter am Donnerstag über den aktuellen Umsetzungsstand der Initiative informiert.

Donnerstag, 14.03.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 12:48 Uhr
Bei einem Treffen im Alten Rathaus von Burgsteinfurt informierten sich die Bürgermeister über den aktuellen Stand der Umsetzung des Projekts „Steinfurter Land Tourismus“.
Bei einem Treffen im Alten Rathaus von Burgsteinfurt informierten sich die Bürgermeister über den aktuellen Stand der Umsetzung des Projekts „Steinfurter Land Tourismus“. Foto: Ralph Schippers

Sie hatten sich im Sommer vergangenen Jahres zusammengeschlossen, um Potenziale im Tourismus zu aktivieren – und freuten sich nun über eine ganze Reihe von neuen Impulsen, darunter eben auch die neuen Wanderrouten.

„Wir brauchen diese Ergänzung zum traditionellen Radtourismus – viele fragen danach“, sagte Marion Niebel , die als Geschäftsführerin von Steinfurt Marketing & Tourismus das Projekt mit betreut. Um die Umsetzung der Maßnahmen kümmert sich Ute Wolbeck-Fiedler, die mit einer halben Stelle neu zum Team gestoßen ist.

Gemeinsam mit den örtlichen Heimatvereinen ist es gelungen, erste Angebote auf den Weg zu bringen. So ist der Rundgang durch die Altstadt von Horstmar betitelt mit „Entlang der Burgmannshöfe“, in Neuenkirchen wird eine „Seetour“ um den Offlumer angeboten und unter dem Motto „Ochtrup entdecken“ kann sich der Wanderer per Audioguide über die Geschichte der Töpferstadt informieren. „Die Kurzwanderungen passen hervorragend zu dem Aspekt der Entschleunigung, den wir uns auf unsere Fahnen geschrieben haben“, betonte Ute Wolbeck-Fiedler beim Pressetermin.

Ausdrücklich angesprochen werden bei dem neuen Angebot die Bewohner des Steinfurter Landes selbst, ergänzt Marion Niebel. „Viele Sehenswürdigkeiten, die vor Ort bekannt sind, sind es zwei Orte weiter nicht unbedingt“, steckt für die Tourismus-Fachfrau in diesem Punkt viel Potenzial. Das Projekt diene auch der Identitätsfindung. „Der Besucher aus der Nachbarstadt ist uns genauso lieb, wie der aus Süddeutschland.“

Bei den Bürgermeistern fand die Strategie Zustimmung. „Die touristische Zusammenarbeit hat eine ganz neue Qualität erfahren“, sprach Metelens Rathauschef Gregor Krabbe von einem „gelungenen Start“. „Es war ein richtiger Schritt für die Region, den Tourismus auf eigene Füße zu stellen“, ergänzte Steinfurts Erste Beigeordnete Maria Lindemann.

Weitere Infos zu den touristischen Angeboten des Steinfurter Lands gibt es im Netz.

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