Rolinck-Geschichtstag
Reise durch die Welt des Gerstensaftes

Burgsteinfurt -

Aufschlussreiche Details über den Gerstensaft erfuhr das Publikum am Samstag beim „Rolinck-Geschichtstag“. Es war ein „Nachschlag“ zum vierten „Steinfurter Geschichtstag“ aus 2018 unter der Federführung der Volkshochschule. Initiator Dr. Peter Krevert hatte kompetente Referenten ins Gästecentrum der Brauerei eingeladen.

Sonntag, 17.03.2019, 11:30 Uhr
Ein Teil der Referenten des Nachmittags, stehend v. l. Rainer Menebröcker, Udo Röllenblech und Aloys Keller, sitzend v. l. Thomas Bressem und Dr. Peter Krevert. Die detaillierten Ausführungen zur Steinfurter Biergeschichte und Kneipenkultur stießen auf ein interessiertes Publikum (kl. Bild).
Ein Teil der Referenten des Nachmittags, stehend v. l. Rainer Menebröcker, Udo Röllenblech und Aloys Keller, sitzend v. l. Thomas Bressem und Dr. Peter Krevert. Die detaillierten Ausführungen zur Steinfurter Biergeschichte und Kneipenkultur stießen auf ein interessiertes Publikum (kl. Bild).

Bier galt einstmals als gehaltvolles Nahrungsmittel und war im alten Ägypten sogar Zahlungsmittel für die Arbeiter, von denen die gigantischen Pyramiden errichtet wurden. Solche und ähnlich aufschlussreiche Details über das beliebte Gerstensaft-Getränk erfuhr das Publikum am Samstag beim „Rolinck-Geschichtstag“. Es war ein „Nachschlag“ zum vierten „Steinfurter Geschichtstag“ aus 2018 unter der Federführung der Volkshochschule .

Der Versammlungsraum des Gästezentrums der ehemaligen Rolinck-Brauerei war komplett ausgebucht. Pointierte Schlaglichter auf die Historie des Bieres und die Steinfurter Kneipenkultur warfen Udo Röllenblech vom „Rednerteam Europe“, Rainer Menebröcker, Museumskreis des Heimatvereins Burgsteinfurt, Aloys Keller , Heimatverein Borghorst, Dr. Peter Krevert vom Kulturforum/Volkshochschule, Krombacher-Werksleiter Thomas Bressem, Marcel ter Steege (Braumeister und stellvertretende Werksleitung) sowie Willi Helling von der Rolinck-Rentnergemeinschaft. Eine Talk- und Fragerunde mit den Referenten intensivierte die Beschäftigung mit der beliebten „Hopfenkaltschale“ bis ins Detail.

In Burgsteinfurt und Borghorst existierten einstmals zahlreiche Brauereien. Auswanderer trugen das Bier auch in die „neue Welt“. Das Braugeschäft war einst den Frauen vorbehalten, dann wurde diese Kunst von Mönchen weitergepflegt. Die beachtliche Statistik der zahlreichen Kneipen in Stemmert und Borghorst legte die Vermutung nahe, dass die Steinfurter in alter Zeit wohl ein trinkfreudiges Völkchen gewesen sein müssen. Da manche den Bierhumpen gar allzu gerne stemmten, erregte übermäßiger Alkoholgenuss bereits frühzeitig den Zorn der Obrigkeit. Mit Ratsbeschlüssen versuchte man, üblen Exzessen entgegen zu wirken. Aloys Keller steuerte kurzweilige Anekdoten zur Kneipenkultur in Borghorst bei.

Thomas Bressem und Marcel ter Steege luden das Publikum zu einer ganz praktischen Zeitreise in die Vergangenheit ein. Mit alltagstauglicher Kleidung und festen Schuhwerk wurde die „historische Brauereiführung“ zu einem abenteuerlichen Erlebnis. Im alten Gär- und Lagerkeller bekamen die Gäste einen Eindruck davon was es einstmals hieß, Bier herzustellen. Der Keller wurde erst in den 1990er-Jahren außer Dienst gestellt, Bressem selbst erinnert sich noch gut daran. Zwei Filme über die Rolinck-Brauerei im Jahr 1957 und das Bierbrauen in Westfalen rundeten den Nachmittag ab.

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