Jugendbudget Steinfurt
„Freie Förderung hat Potenzial“

Steinfurt -

Mit der Aufforderung an die Steinfurter Jugend, erneut Projektvorschläge einzureichen, ist am Jahresanfang die zweite Runde des „Jugendbudget“-Programms gestartet. Eingegangen sind bei Ute Kriens und Jan Steinmüller vom Team Jugendarbeit aus dem Rathaus bis zum Ende der Einreichungsfrist Mitte Februar zwei Vorschläge.

Dienstag, 19.03.2019, 15:24 Uhr
Erfolgreich umgesetztes Projekt von Jugendlichen für Jugendliche aus dem ersten Durchgang des Jugendbudget-Programms: Halloween-Party für Teenies.
Erfolgreich umgesetztes Projekt von Jugendlichen für Jugendliche aus dem ersten Durchgang des Jugendbudget-Programms: Halloween-Party für Teenies. Foto: privat

Mit der Aufforderung an die Steinfurter Jugend, erneut Projektvorschläge einzureichen, ist am Jahresanfang die zweite Runde des „Jugendbudget“-Programms gestartet. Eingegangen sind bei Ute Kriens und Jan Steinmüller vom Team Jugendarbeit aus dem Rathaus bis zum Ende der Einreichungsfrist Mitte Februar zwei Vorschläge. „Es waren nur zwei Ideen, die dafür aber sehr umfangreich sind“, zeigt sich Steinmüller im Gespräch mit dieser Zeitung trotz der geringen Resonanz nicht unzufrieden mit dem Ergebnis. Schließlich hätten die aktivsten Gruppen schon in der Vorgängerrunde mitgemacht. „Das waren fünf und die waren raus.“

Weil die abschließende Sitzung des Jugendrats – er entscheidet darüber, wie das für diese Runde zur Verfügung stehende Budget von 1000 Euro verteilt wird – noch aussteht, will der Sozialarbeiter noch nicht allzu viele Details über die eingereichten Projektvorschläge verraten. Nur so viel: Es handelt sich zum einen um eine Fahrt zu einem Freizeitpark mit Übernachtung sowie ein ebenfalls auf zwei Tage angelegtes Kino-Projekt. Steinmüller bezeichnet das vom Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) finanzierte Programm als hervorragende Möglichkeit für Jugendliche, sich auszuprobieren. Und auch für die Jugendarbeit der Stadt eröffne sich die Möglichkeit auszutesten, wie budgetorientiert gearbeitet werden kann. Die Erfahrungen, die das Team seit dem Startschuss im vergangenen Jahr gesammelt hat, seien so gut, dass über eine Neustrukturierung in Richtung freies Budget in der Jugendarbeit nachgedacht werden sollte, so der Sozialarbeiter in Richtung der Politik. Steinmüller: „Wir wollen gerne so weitermachen.“

Als Achillesferse könnte sich die Finanzierung dieses Wunsches entpuppen. Denn die LWL-Förderung läuft in diesem Jahr aus. Es müsste geklärt werden, ob ein Anschluss mittels alternativer Fördertöpfe, Drittmittel, Spenden und auch aus dem städtischen Etat heraus realisiert werden kann.

Unzweifelhaft fest steht für Steinmüller die positive Wirkung auf die Jugendlichen. Die Budget-Förderung wecke Motivation und Initiative, hat er beobachtet. Und auch das Verständnis für politische Entscheidungsprozesse werde verbessert.

Im Sommer wird es eine große Abschlussveranstaltung geben, bei der alle Bewerber ihre Ideen der Öffentlichkeit präsentieren und die besten Projekte zusätzlich ausgezeichnet werden.

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