Anträge der Politik
Steinfurt soll digital aufrüsten

Steinfurt -

Da sind sich CDU, SPD und FDP einig: Das Rathaus muss digitaler werden. Alle drei Fraktionen haben entsprechende Anträge gestellt. Sie sollen bei der nächsten Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag beraten werden. Die Verwaltung hat mit einer umfangreichen Vorlage reagiert, in der dargelegt wird, wo Steinfurt gerade steht, auch im direkten Vergleich mit anderen Kommunen und welche Schritte demnächst geplant sind. Gleichzeitig betont der zuständige Fachdienst, dass eine digitale Aufrüstung seiner Ansicht nach ohne zusätzliches Personal nicht machbar ist.

Dienstag, 19.03.2019, 15:38 Uhr
Die Digitalisierung spielt auch in Steinfurt eine immer größere Rolle. CDU, SPD und FDP haben jetzt entsprechende Anträge gestellt.
Die Digitalisierung spielt auch in Steinfurt eine immer größere Rolle. CDU, SPD und FDP haben jetzt entsprechende Anträge gestellt. Foto: Colourbox.com

Wie weit ist mein Bauantrag? Wahlscheinanträge und das virtuelle Fundbüro, aber auch das Ratsinformationssystem mit den Terminen für die nächsten Fachausschusssitzungen samt hinterlegter Vorlage – alles Beispiele für Steinfurter E-Governmentprojekte, die schon seit geraumer Zeit laufen. Daneben gibt es nach Darstellung des Fachdienstes Innere Dienste derzeit 181 Formulare, die aufgerufen und zum größten Teil schon am Computer ausgefüllt werden können. Eines der ersten IT-Maßnahmen war 1991 die elektronische Stempelkarte für die Rathaus-Mitarbeiter.

Der Ausbau, so die Verwaltung, ist nicht zum Nulltarif zu haben. Die Kosten für die IT werden sich bei über 500 000 Euro pro Jahr einpendeln, sind die Fachleute im Rathaus überzeugt. So stehen für dieses Jahr rund 550 000 Euro im Etat. In den vergangenen Jahren lag das Budget bei 300 000 bis 350 000 Euro. Diese Beträge liegen nach Darstellung der Verwaltung immer noch weit unter dem, was Kommunen vergleichbarer Größe für die IT ausgeben. So wird Emsdetten angeführt, das in 2018 rund 780 000 Euro für Hard- und Software ausgab. „Das sind 75 Prozent mehr als in Steinfurt“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Generell liege die Kreisstadt weit unter den Kennzahlen vergleichbarer Städte. „Um mit den Entwicklungen Schritt zu halten, müssen mehr Ressourcen eingesetzt werden“, ist der Fachdienst überzeugt. Der Personalfrage soll bei den nächsten Etatberatungen diskutiert werden.

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