Gewerbegemeinschaft Sonnenschein
Strahlkraft für ganz Steinfurt

BurgSteinfurt -

Die Gewerbegemeinschaft Sonnenschein hat auf ihrer Generalversammlung am Dienstag die Weichen für das Steinfurter Wirtschaftsforum als gebündeltes Instrument von Citymarketing und Wirtschaftsförderung für die Kreisstadt gestellt. Die Zeit dafür sei reif, sagte Marion Niebel von SMarT angesichts schwindender Bedeutung einzelner, ortsteilbezogener (Einzel-)Handelsverbände.

Mittwoch, 20.03.2019, 15:02 Uhr
Marion Niebel (oben) trug den aktuellen Sachstand in Sachen Wirtschaftsforum vor.
Marion Niebel (oben) trug den aktuellen Sachstand in Sachen Wirtschaftsforum vor. Foto: Ralph Schippers

Seit 2015 liegen die Pläne des Ideengebers Oliver Palstring in der Schublade, jetzt soll es etwas werden mit der Umsetzung des Steinfurter Wirtschaftsforums: Während der Generalversammlung der Gewerbegemeinschaft Sonnenschein, deren Vorsitzender Palstring ist, sind am Dienstagabend in der Bagno-Gaststätte die Weichen für ein Vorhaben gestellt worden, das Strahlkraft für die gesamte Stadt hat. Ausdrücklich fragte Palstring die Versammlungsmitglieder, ob sie ihm Freiräume außerhalb seiner Tätigkeit als Gewerbegemeinschaftsvorsitzender einräumen werden, um das Projekt voranzubringen. „Das ist ein riesen Zeichen“, kommentierte er das einhellige positive Votum, das auf diese Frage folgte.

Das Netzwerk, das via themenbezogener Arbeitskreisarbeit die gesamte Wirtschaftsförderung und das Citymanagement der Stadt auf neue Füße stellen soll, befindet sich derzeit in der konzeptionellen Findungsphase. Dies hatte Marion Niebel , die als Geschäftsführerin von Steinfurt Marketing und Tourismus (SMarT) mit im Boot ist, zuvor im Rahmen eines Power-Point-Vortrags erklärt. Die Zeit, die Kräfte vor Ort für ein zukunftsgerichtetes Marketing zu bündeln, sei nun reif. Der Wille, angesichts schwindender Bedeutung klassischer lokaler (Einzel-)Handelsverbände gemeinsam den Ort voranzubringen, sei vorhanden. Gleichwohl müssten die verantwortlichen Akteure auch bereit sein, Zeit für die neue Aufgabe aufzubringen, machte sie deutlich.

Als übergeordnetes Gremium, so Niebel weiter, ist ein Vorstand geplant, dem ein auf zunächst ein Jahr gewählter Präsident und zugleich Repräsentant vorstehen soll. Als Geschäftsstelle, die administrative Aufgaben übernimmt, ist das Büro von SMarT im Alten Rathaus vorgesehen.

Unklar seien derzeit noch organisatorische Fragen wie zum Beispiel die der Finanzierung oder der Rechtsform der neuen Institution. Ein Arbeitskreis bestehend aus Vertretern der Gewerbe- und Werbegemeinschaften, der Wirtschaftsförderung der Stadt, der Vorteilspartner Borghorst und von SMarT soll die letzten Hürden nehmen, das Wirtschaftsforum Realität werden zu lassen. Marion Niebel: „Wir brauchen noch zwei bis drei Treffen, bis wir das fertige Konstrukt vorstellen können.“ Eine Gründung sei aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr möglich.

Katharina Lindhof merkte in der anschließenden Diskussion an, dass auch die Politik mit ins Gremium geholt werden müsste. Dies stieß bei den anwesenden Vertretern von CDU, SPD und GAL auf grundsätzlich positive Resonanz. Aber, so die einhellige Meinung von Norbert Kerkhoff, Frank Müller und Gebhard Niehus, die Mitarbeit sollte sich auf eine beratende Funktion beschränken. Rudolf Diekmann (CDU) schlug zudem eine Anbindung an den Wirtschaftsförderungsausschuss der Stadt vor.

Während der Generalversammlung wurde zugleich über eine neue interne Organisationsstruktur der Gewerbegemeinschaft diskutiert. Ergebnis: Es gibt fortan nicht mehr einen klassischen Vereinsvorstand, sondern Vertreter für einzelne Zuständigkeiten wie Netzwerk/Kommunikation (Dieter Kater), Werbung/Internet (Christian Welslau), Entwicklung Gewerbegebiet (Jürgen Perick) oder Organisation Maimarkt (Jochen Graafmann, Daniel Kasprowiak u.a.). Oliver Palstring nennt sich künftig Allgemeiner Vertreter, Christian Schnieder Schatzmeister. Die Neuausrichtung ist möglich, weil die Gewerbegemeinschaft kein eingetragener Verein ist. „Sie ermöglicht darüber hinaus eine Neuverteilung der Aufgaben“, so Oliver Palstring. Zu verstehen ist der Vorstoß indes auch als Reaktion auf verschiedene Absagen zur letzten Versammlung, als Neuwahlen anstanden.

Weiterer Tagesordnungspunkt war die Beschilderung im Gewerbegebiet, die erneuert werden soll. Ein entsprechender Auftrag wurde an SMarT vergeben, die Finanzierung stemmt der Verein. Konkret soll die große Hinweistafel am Kreisverkehr bei Arning erneuert und eine zweite Tafel an der Goldstraße an der Einfahrt zum Industriegebiet aufgestellt werden. Die Tafeln werden konzeptionell überarbeitet: Es wird mit verschiedenen Farben gearbeitet, zudem werden die Firmenstandorte durchnummeriert. Neben einer Einmalzahlung wird eine jährliche Miete für die Unterhaltung/Reinigung fällig. Die gute Kassenlage erlaubt es, den allgemeinen Mitgliedsbeitrag entsprechend zu senken. Die neuen Schilder sollen im Frühsommer aufgestellt werden.

Zustimmung fand ferner der vom Vorstand an SMarT gestellte Antrag, den Organisationsbeitrag künftig nicht mehr pauschal, sondern projektbezogen zu zahlen.

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