Steinfurter Premiere des Musicals „Elixier“
Jungbrunnen fürs Publikum

Burgsteinfurt -

Die schlechte Nachricht zuerst: das Anti-Aging-Mittel „Elixier“ aus Bitterfeld wirkt nicht. Die gute Nachricht, und die ist besonders interessant für alle Steinfurter: Das Musical „Elixier“, das jetzt im Martin-Luther-Haus läuft, wirkt nicht nur als „Alterungsstopper“, es funktioniert wie ein wahrhaftiger Jungbrunnen! Oder wie sonst sollte man es deuten, wenn ein Best-Ager-Publikum am Ende des Abends „Disco-Fieber – Hitzeschauer, roter Nebel ist besser als blauer“ im Chor mit den Sängern auf der Bühne grölt?

Sonntag, 24.03.2019, 13:54 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 14:12 Uhr
Bei der musikalischen Zeitreise ins Bitterfeld der ehemaligen DDR darf als eine Station auch die Disco nicht fehlen. Die Mitglieder der Musical-Company legen eine absolut professionelle Aufführung hin.
Bei der musikalischen Zeitreise ins Bitterfeld der ehemaligen DDR darf als eine Station auch die Disco nicht fehlen. Die Mitglieder der Musical-Company legen eine absolut professionelle Aufführung hin. Foto: cm

Die Zuschauer der Premiere des neuen Stückes der Musical Company Steinfurt erlebten eine schrille und turbulente Zeitreise in die Jahre 1978 und 1998 und wurden zudem geographisch ins sächsische Bitterfeld versetzt. Im dortigen Chemiekombinat experimentieren die Studenten David ( Max Klein ) und Hagen ( Daniel Lücke ) an der Herstellung einer Substanz, welche die Jugend auf ewig erhalten soll: „Ich hab das Elixier gefunden, das die Welt verändern kann“, ruft David euphorisch, worauf Hagen lakonisch antwortet: „Verkaufs für Devisen in den Westen“.

Premiere Musical Elixier

1/23
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm
  • Foto: cm

Das geschieht nicht, aber die beiden jungen Männer schrecken zunächst vor einem Test des Zaubermittels zurück. In der Disco „Paradies“ lernt David dann die Tänzerin Betti (Mareike Krebs) kennen. Die beiden verlieben und wünschen sich, dass dieser Zustand ewig dauern möge: „Ich möchte diesen Moment in ein Gläschen füllen“, flüstert Betti und sie beschließen, vom Elixier zu trinken.

Und obwohl der weibliche Disco-Chor klargestellt hat „Wir sind die Mädels aus Bitterfeld – hier wird die Pille hergestellt“, wird Betti schwanger. David fühlt sich mit der Situation überfordert und das Pärchen trennt sich.

Zwanzig Jahre später, inzwischen ist die DDR Geschichte, taucht eine jugendfrische Betti in Bitterfeld auf. Sie stürzt David in nostalgische Erinnerungen an seine verlorenen Liebe. Bei Hagen allerdings, der inzwischen Chef des Chemieunternehmens ist, erwacht der Geschäftssinn – er will Betti als lebenden Beweis der Wirksamkeit des „Elixiers“ vermarkten.

Das Musical, das Tobias Künzel (Die Prinzen) gemeinsam mit seiner Ehefrau Kati Naumann geschrieben hat, wurde 1997 in Leipzig uraufgeführt. Neben der philosophischen Thematik – dem Wunsch nach Unsterblichkeit- bleibt der Humor nicht auf der Strecke. „Elixier“ enthält viele urkomische, emotionale und auch historisch interessante Szenen, die für beste Unterhaltung sorgen. Und die Steinfurter Musical-Truppe meistert die hohen Anforderungen, die das temporeiche und knallbunte Stück an die 20 Mitglieder stellt, hervorragend. Musik, Beleuchtung, Kulisse, Kostüme und Maske dürfen als professionell bezeichnet werden, ebenso wie die Leistung von Regisseur und Musical-Talent Daniel Lücke.

Weitere Aufführungstermine unter www.musical-steinfurt.de.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6492509?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Pläne seit 15 Jahren in der Schublade
Hunderte Räder werden rund um das Parkhaus Bremer Platz abgestellt. Ab Ende August soll eine Radstation im Innern des Gebäudes zur Verfügung stehen. Diesen Plan gab es auch schon vor 15 Jahren.
Nachrichten-Ticker