Schulausschuss bringt Medienentwicklungsplan auf Weg
„Ein Quantensprung für den Unterricht“

Steinfurt -

Die Erleichterung war der Verwaltungsspitze anzumerken: Einstimmig hat der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport am Mittwoch den vom Kölner Büro Thomaßen Consult vorgelegten Entwurf des Medienentwicklungsplanes 2019 bis 2024 (MEP) für die Schulen abgesegnet.

Donnerstag, 04.04.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 14:10 Uhr
Auf mehr als 2,75 Millionen Euro summieren sich die Investitionsempfehlungen des MEP für Hard- und Software, Mobiliar, Netzwerk- und Servereinrichtung für den Zeitraum bis 2024.
Auf mehr als 2,75 Millionen Euro summieren sich die Investitionsempfehlungen des MEP für Hard- und Software, Mobiliar, Netzwerk- und Servereinrichtung für den Zeitraum bis 2024. Foto: Thomaßen Consult Köln

Die Erleichterung war der Verwaltungsspitze um Maria Lindemann und Hans Schröder anzumerken: Einstimmig hat der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport am Mittwoch den vom Kölner Büro Thomaßen Consult vorgelegten Entwurf des Medienentwicklungsplanes 2019 bis 2024 (MEP) für die Schulen abgesegnet. Gut ein Jahr hatte der Gutachter zuvor den Rahmenplan, der als Richtschnur für jede einzelne Schule in der Stadt beim Übergang in das digitale Zeitalter zu verstehen ist, zusammen mit den Schulleitungen und der Verwaltung erarbeitet. Er ist zugleich Grundlage für eine Förderung aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern, wie Geschäftsführer Jürgen Thomaßen bei der Vorstellung im Ausschuss betonte. Die Kostenkalkulation, die im MEP aufgemacht wird, hat es in sich: Als Investitionskosten stehen bis 2024 rund 2,75 Millionen Euro im Raum, dazu kommen nochmals rund 480 000 Euro für Wartung und Controlling. Allein für 2019 steht eine Gesamt-Investition von rund 830 000 Euro an.

Die Bestandsanalyse hat ergeben, dass an den Schulen zwar eine IT-Grundausstattung vorhanden ist, diese aber teils sehr veraltet ist. Somit besteht deutlicher Ergänzungs- und Erneuerungsbedarf, so Thomaßen Der wichtige Aspekt des mobilen Lernens werde derzeit noch gar nicht berücksichtigt, bemängelte er. Voraussetzung sei die Installation einer leistungsfähigen WLAN-Infrastruktur auf Breitbandbasis.

Die IT-Wartung werde derzeit noch vorwiegend vor Ort durchgeführt, so der Gutachter. Er empfahl, künftig mehr Fernwartung einzuführen. Dazu sei zunächst eine hohe Investition erforderlich, langfristig ließen sich die Kosten jedoch drücken. Zudem legte der Gutachter nahe, Hard- und Software zentral und gebündelt zu beschaffen und die IT-Beauftragten in den Schulen regelmäßig fortzubilden. Er betonte, dass die Schulausstattung flexibel gehandhabt werden könne und keine feste Vorgabe sei.

Bei den Politikern stieß das Gutachten auf durchweg positive Resonanz. „Ein Quantensprung für den Unterricht“, urteilte Dieter Chilla (CDU). „Wir begrüßen den MEP, aber er muss auch finanziell umsetzbar sein“, sagte Michael Hardebusch (SPD). „Wenn der Digitalpakt kommt, sind wir gut vorbereitet, und es kann gleich losgehen“, zeigte sich Maria Lindemann zuversichtlich, dass dies gelingt.

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