Gesamtübung von DRK und Feuerwehr
Bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet sein

Steinfurt -

Stolze Zahl: Rund 100 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Burgsteinfurt und Borghorst sowie der beiden DRK-Ortsvereine haben am Samstag in der Realschule am Buchenberg verschiedene Ernstfälle trainiert. Das Szenario: Eine unklare Lage in einem der Chemieräume der Schule: Eine Rauchentwicklung ist deutlich sichtbar, die Brandmeldeanlage hat bereits ausgelöst..

Sonntag, 07.04.2019, 15:13 Uhr aktualisiert: 10.04.2019, 16:16 Uhr
Hand in Hand arbeiteten DRK und Feuerwehr bei der Großübung zusammen. Das Szenario gestaltete sich sehr realistisch – mit Rauchentwicklung und verletzten Personen.
Hand in Hand arbeiteten DRK und Feuerwehr bei der Großübung zusammen. Das Szenario gestaltete sich sehr realistisch – mit Rauchentwicklung und verletzten Personen. Foto: Jens Keblat

Stolze Zahl: Rund 100 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Burgsteinfurt und Borghorst sowie der beiden DRK-Ortsvereine haben am Samstag in der Realschule am Buchenberg verschiedene Ernstfälle trainiert. Das Szenario: Eine unklare Lage in einem der Chemieräume der Schule. Eine Rauchentwicklung ist deutlich sichtbar, die Brandmeldeanlage hat bereits ausgelöst...

Nur wenige Augenblicke vergehen, bis die ersten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr zur Stelle sind. Blitzschnell erkunden Einsatzleiter Mark Borgmann und dessen Führungskräfte das Objekt und erkennen schnell die Herausforderung: eine so genannte „GSG-Lage“. Gefahrgut tritt aus. Sofort begibt sich ein Trupp unter Atemschutz in das Schulgebäude, weitere Kräfte werden nachgeführt und bereitgestellt. Oberste Priorität – wie in jedem Einsatz: die Menschenrettung. Innerhalb kürzester Zeit dringen die Wehrleute in den massiv verrauchten Chemieraum vor und retten zwei Personen, darunter einen Dummy. Die verletzte Schülerin übergeben die Feuerwehrleute an die bereits ebenfalls eingetroffenen Sanitäter der beiden Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes ( DRK ). Sie versorgen die Verletzte so lange, bis der Regelrettungsdienst sie fiktiv in ein Krankenhaus bringt.

Hand in Hand arbeiten Wehrleute und Sanitäter zusammen, um, wie in diesem Fall, der verletzten Schülerin bestmöglich helfen zu können. Doch alleine mit der Menschenrettung ist es in dem Chemieraum, in dem vor lauter Rauch kaum die eigene Hand vor dem Gesicht zu erkennen ist, nicht getan. Für die Frauen und Männer gilt es noch, die eigentliche Gefahr, den Austritt eines noch immer unbekannten Gefahrstoffs, zu stoppen und das bereits ausgetretene Gefahrgut zu sichern. Danach wartet noch die so genannte Dekontaminierung der eingesetzten Wehrleute auf die übrigen Einsatzkräfte.

Dann die Überraschung: ein neuerlicher Alarm. Es dringt Rauch aus dem Altbau der Realschule. Wieder sind Räume verraucht, wieder Menschen in Not. Wieder geben die Wehrleute alles, um den Verletzten und Betroffenen bestmöglich zu helfen – und es gelingt den Ehrenamtlichen, alle brenzligen Situationen zu meistern.

Mark Borgmann, der die Übung gemeinsam mit weiteren Kameraden vorbereitet und vor Ort geleitet hat, zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden, ebenso die Wehrführung. Trotz der eher übersichtlichen Übungsbeteiligung habe man die gesamte Lage schnell abarbeiten können, das Übungsziel sei erreicht worden. Auch die Zusammenarbeit mit dem DRK habe wieder reibungslos funktioniert, freut sich Borgmann.

Eine Bilanz, die zeigt: Auf den Ernstfall, den sich niemand wünscht, sind Feuerwehr und DRK bestmöglich vorbereitet.

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