Sammelsystem wird neu verhandelt
Ausschuss will Sack und Tonne

Steinfurt -

Gelbe Tonne oder gelber Sack? Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat sich am Dienstagabend dafür ausgesprochen, beides zu wollen.

Mittwoch, 10.04.2019, 16:18 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 14:10 Uhr
Sammelsystem wird neu verhandelt: Ausschuss will Sack und Tonne
Foto: Astrid Springer

Die Verwaltung soll der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGSt), die für die Kommunen des Kreises mit den Entsorgungsfirmen verhandelt, den Auftrag geben, für Steinfurt ein Mischsystem aus Sack und Tonne auszuhandeln.

„Ich habe auf dem Weg hierher noch ein paar Leute gefragt, was sie gerne hätten – jeder hatte eine unterschiedliche Meinung“, machte Tiefbau-Fachdienstleiter Wolfgang Spille das Dilemma deutlich. Er persönlich könne nicht glauben, dass es nach der nächsten Verhandlungsrunde bei der 14-tägigen Abfuhr der Wertstoffe bleibt. „Und eine Tonne kann nach vier Wochen bei manchen ziemlich voll werden – da muss dann schon einer draufspringen, damit der Deckel noch zugeht.“

Ein vierwöchiger Rhythmus sei nicht zu akzeptieren, meinte CDU-Fraktionschef Norbert Kerkhoff . Das Problem mit den gelben Säcken sei, dass die Qualität so schlecht geworden sei. Dabei hätten sie durchaus auch Vorteile: „Vor allem in der Altstadt können die Bürger noch eine Tonne gar nicht stellen.“ Alfred Voges (SPD) schlug vor, den Beschlussvorschlag „Tonne“ in „Mischsystem“ zu ändern. „Wenn etwa nach Feiertagen die Tonnen voll sind, gibt das sonst ein Tohuwabohu“, fürchtet er vermüllte Straßen. Diesem Beschlussvorschlag stimmt der Ausschuss einstimmig zu, wobei Kerkhoff anschließend wahrscheinlich nicht ganz zu unrecht anmerkte: „Ich habe das Gefühl, das ist eine Pseudo-Umfrage des Kreises. Hinterher sagt der Kreis, es ging halt nicht anders – und von uns ist ja keiner bei den Verhandlungen dabei.“

Das aktuelle Sammelsystem gilt noch bis Ende nächsten Jahres, das Ergebnis der neuen Verhandlungen zwischen EGSt und Entsorgern gilt dann von 2021 bis Ende 2023.

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