Feuerwehrolympiade mit ungewöhnlichen Aufgaben
Golfbälle mit Knalleffekt

Borghorst -

Extrem abwechslungsreich war sie, die 31. Auflage der Feuerwehrolympiade, nach zehn Jahren am Samstag wieder von den Borghorster Feuerwehrleuten arrangiert. Allen High-Tech-Orientierungsmitteln zum Trotz bekamen die Teilnehmer einen Plan in die Hand gedrückt, mit dem sie die Stationen finden mussten. Es galt, Bauernhof, Segelflugplatz, Golfplatz und weitere Lokalitäten anzusteuern und teils spektakuläre Aufgaben zu lösen. Morsen mit verschiedenen Hilfsmitteln, Hilfe nach einem simulierten Flugzeugabsturz und sogar die theoretische Führerscheinprüfung waren darunter.

Sonntag, 28.04.2019, 14:08 Uhr aktualisiert: 28.04.2019, 17:12 Uhr
Strategische Finesse war bei dem angenommenen Absturz eines Flugzeuges auf einen Gastank gefragt.
Strategische Finesse war bei dem angenommenen Absturz eines Flugzeuges auf einen Gastank gefragt. Foto: nix

„Die Herausforderungen bewegen sich in den Bereichen Feuerwehr , Erste Hilfe, Allgemeinwissen und Spaßaufgaben“, erläuterte der Steinfurter Wehr-Sprecher Christoff Schwarz . Rund 80 Kameraden der Feuerwehren Altenberge, Havixbeck, Billerweck, Nottuln, Greven und Laer machten mit. Diesmal beteiligten sich auch Feuerwehrleute aus der Partnerstadt Neubukow.

Die Borghorster Brandschützer waren nach zehn Jahren mal wieder Ausrichter. Sascha Lehm­kuhl arbeitete mit einem 16-köpfigen Team ein Jahr lang an der Olympiaden-Vorbereitung. 60 Kameraden der Feuerwehr und des DRK Borghorst betreuten die Stationen. „Die Rallye wurde zur Stärkung der Kameradschaft über die Kreisgrenzen hinaus ins Leben gerufen“, so Schwarz.

Es galt auch, „Pikantes“ zu erledigen. Jede Gruppe, die es schaffte, neben einer Baumscheibe und zwei rohen Eiern einen getragenen Büstenhalter zu ergattern, bekam Zusatzpunkte. Die Beschaffungsmaßnahmen blieben ein streng gehütetes Geheimnis. „Wer fragt, dem wird geholfen“ war die einzige Aussage, zu der sich Akteure bewegen ließen.

„Der Gruppenführer muss schnell überlegen wie er an die Situation herangeht“, erläuterte Lehmkuhl auf dem Gelände der Luftsportgemeinschaft Steinfurt. Dort stürzte laut fiktiver Vorgabe ein Flugzeug ab und beschädigte einen Gastank. Explosionsgefahr! „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Lage in den Griff zu bekommen“, so Lehmkuhl weiter, eine davon wäre der Königsweg.

Auf jeden Fall gut war die Strategie, aus sicherer Entfernung mit der Spritze eine Art „Wasserwerfer“ zu bildeten. Das DRK Borghorst betreute eine Station, an der Erste-Hilfe-Kenntnisse unter Beweis gestellt werden sollten. „Eine Person ist gestürzt, hat eine Schürfwunde und es besteht Verdacht auf Fraktur des Handgelenks“, beschrieb Rotkreuzleiter Thomas Klöpper das Szenario.

Eine überaus skurrile Aufgabe wartete auf dem Gelände des Golfclubs Münsterland. Durch Passanten, so die angenommene Lage, wurden kreisrunde Objekte gefunden, die Golfbällen ähnelten. Perfide Schurken hatten jedoch Miniaturausgaben ehemaliger Fliegerbomben gebastelt, Codename „Easter Eggs“. Der Einsatzleiter befahl: „gezielte Notsprengung mittels Abschlagen“. Dahinter verbarg sich natürlich eine harmlose Golfspiel-Aktion. „Wir wollten etwas machen, was es noch bei keiner Olympiade gegeben hat“, erklärte dazu Arne Baumeister vom Löschzug Borghorst. XXL-Jenga mit Kanthölzern zu spielen, war eine weitere Idee der besonderen Art, vor allem, weil die Kanthölzer mit Rettungszylinder und Spreizer bewegt werden mussten. „Feuerwehr-Hintergrund ist, die Handhabung von Rettungsgeräten zu üben“, so Lehmkuhl.

Die beste Leistung der Rallye zeigte die Feuerwehr Havixbeck. „Ich bin das zweite Mal dabei“, sagte Frederick Leusmann von den Havixbecker Kameraden. „Es gibt immer wieder neue Aufgaben, nichts wiederholt sich, darum ist die Rallye so interessant. Selbst die Spaßaufgaben haben immer noch etwas mit Feuerwehrarbeit zu tun, deshalb ist der Übungseffekt gut.“ Gefolgt wurden die Sieger von den Grevenern auf Platz 2 und Neubukow auf Platz 3.

Christina Schulze Föcking, Schirmherrin der Borghorster Olympiade, war sehr beeindruckt von der Veranstaltung: „Wenn die Feuerwehren alle so gut aufgestellt sind wie ich es hier erlebe, habe ich wenig Sorge und weiß wir sind gut beschützt.“

Feuerwehrrallye in Borghorst

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