Kunstverein: Ausstellung „Textil plus Beifang“ eröffnet
Ungewöhnliche Objekte

Burgsteinfurt -

Vielfältige und ungewöhnliche Werke können die Besucher der Ausstellung „Textil plus Beifang“ an den Wochenenden bis zum 2. Juni in Burgsteinfurt sehen. Im Huck-Beifang-Haus stellen sieben Künstlerinnen ihre zum Teil eigenwilligen und beeindruckenden Arbeiten aus. Jetzt war Vernissage.

Sonntag, 05.05.2019, 19:07 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 19:30 Uhr
Sie sind die Protagonistinnen der Kunstausstellung „Textil plus Beifang“ im Huck-Beifang-Haus: Birgit Reinken, Luise Kerstan, Ulrike Lindner, Ingrid Fähmel, Susanne Klinke und Marianne Herbrich (v.l.). Auf dem Bild fehlt die siebte im Bunde Mechthild Jülicher, die zurzeit auf der Pazifikinsel Hawaii ist.
Sie sind die Protagonistinnen der Kunstausstellung „Textil plus Beifang“ im Huck-Beifang-Haus: Birgit Reinken, Luise Kerstan, Ulrike Lindner, Ingrid Fähmel, Susanne Klinke und Marianne Herbrich (v.l.). Auf dem Bild fehlt die siebte im Bunde. Mechthild Jülicher, die zurzeit auf der Pazifikinsel Hawaii ist.

Eine Ausstellung mit ungewöhnlichen Objekten, Bildern und In­stallationen. Für die Gäste der Vernissage am Samstag im Huck-Beifang-Haus gab es viel Überraschendes zu sehen. Nicht nur, weil Kunstwerke von sieben Frauen wohl überlegt im Gebäude des Kunstvereins Steinfurt platziert wurden, sondern auch die offensichtlichen Kontraste und Widersprüche der einzelnen Exponate.

„Diese Ausstellung ist anders als sonst. Ein bisschen fehlen mir die Worte, wie schön ich das finde und wie mir das gefällt“, eröffnete Regina Hemker-Möllering, Vorsitzende des Kunstvereins Steinfurt, die Präsentation „Textil plus Beifang“. Mit Birgit Reinken, Luise Kerstan, Ulrike Lindner, Ingrid Fähmel, Susanne Klinke und Marianne Herbrich waren sechs der sieben Künstlerinnen während der Vernissage anwesend. Nur Mechthild Jülicher fehlte. „Die ist auf Hawaii“, begründete Susanne Klinke ihre Abwesenheit.

Die Künstlerinnen gestalteten aus textilen Materialien oder in textilen Techniken Kunst-Stoffe, die auf Stichhaltigkeit im wörtlichen und im übertragenen Sinn setzten.

„Ich finde toll, dass Sie so zahlreich erschienen sind, denn das zeigt, dass das Kunstinteresse in Steinfurt sehr groß ist“, begrüßte der Zweite Stellvertretende Bürgermeister, Klaus Meiers, die vielen Gäste.

Ausstellung „Textil plus Beifang“

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  • Ungewöhnliche und vielfältige Werke bekamen die Besucher der Präsentation im Huck-Beifang-Haus zu sehen Foto: lem
  • Ungewöhnliche und vielfältige Werke bekamen die Besucher der Präsentation im Huck-Beifang-Haus zu sehen Foto: lem
  • Ungewöhnliche und vielfältige Werke bekamen die Besucher der Präsentation im Huck-Beifang-Haus zu sehen Foto: lem
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  • Ungewöhnliche und vielfältige Werke bekamen die Besucher der Präsentation im Huck-Beifang-Haus zu sehen Foto: lem
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  • Ungewöhnliche und vielfältige Werke bekamen die Besucher der Präsentation im Huck-Beifang-Haus zu sehen Foto: lem
  • Ungewöhnliche und vielfältige Werke bekamen die Besucher der Präsentation im Huck-Beifang-Haus zu sehen Foto: lem
  • Ungewöhnliche und vielfältige Werke bekamen die Besucher der Präsentation im Huck-Beifang-Haus zu sehen Foto: lem
  • Ungewöhnliche und vielfältige Werke bekamen die Besucher der Präsentation im Huck-Beifang-Haus zu sehen Foto: lem

Konzeptkünstler Ruppe Koselleck aus Münster gab eine kurze Einführung, die sich auf das Motto der Ausstellung „Textil plus Beifang“ bezog. Zunächst zog Koselleck eine Nadel aus dem Nähkissen: „Die Nähnadel ist eine der Grundursache für die kulturelle Entwicklung.“ Beifang habe nicht nur mit Fischfang und dem Haus des Kunstvereins zu tun, sondern sei viel tiefgründiger und doppeldeutiger. So gebe es mit Darup, Nordkirchen, und Selm drei Kommunen im Münsterland, die einen Ortsteil mit Namen Beifang haben. „Das war früher der Beginn der Bauerschaften“, erläuterte der Konzeptkünstler.

Koselleck bezeichnete einen mitten im Raum hängenden „Armleuchter“ und einen aus Papier genähten Schreibtisch als „materielle Transformationen schlechthin“. Begeistert zeigte er sich über die als Bibliothek umgestaltete Kemenate, die mit Büchern aus Textilien ausstaffiert wurde. Ebenso widersprüchlich sei die im Treppenhaus hängende filigrane Medusa, die „eigentlich immer aus Stein gemeißelt worden ist.“

Ein schlechtes Gewissen redete Ruppe Koselleck den Gästen ein: „Wer ist auf die Gefallene getreten?“ Vor der Holztreppe lag nämlich ein Teppich aus Spitze über den die meisten Vernissage-Besucher gelaufen waren. Ebenso beeindruckte den Münsteraner ein Blütenteppich, der aus Kaffeekapseln hergestellt worden war.

Zum Thema

Die Ausstellung ist noch bis zum 2. Juni jeweils samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr im Huck-Beifang-Haus zu besichtigen.    

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Zum Thema

www.textil-kunst.com

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www.kunstverein-steinfurt.de

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