Familienunternehmen Metallbau Schulte
Leidenschaft fürs Handwerk ist ungebrochen

Borghorst -

Bereits in dritter Generation führt Franz Josef Schulte das Familienunternehmen „Metallbau Schulte“ in Borghorst, das in diesem Jahr 100 Jahre alt wird. Martin Jostmeier, Geschäftsführer des Handwerkskammer Bildungszentrum Münster sprach von einer meisterlichen Leistung, als er am Samstag die Ehrenurkunde überreichte, dazu den „Silbernen Meisterbrief.

Sonntag, 05.05.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 14:04 Uhr

Die ungebrochene Leidenschaft für das Handwerk ist im Familienunternehmen „Metallbau Schulte“ seit 100 Jahren geblieben. Der gelernte Bauschlossermeister – jetzt Metallbauer – Franz Josef Schulte führt den Betrieb bereits in der dritten Generation.

Nach einem ganzen Jahrhundert bedankte sich die Familie am Samstagnachmittag in der Schlosserei bei der Kundschaft, den Nachbarn und Freunden für das entgegengebrachte Vertrauen. Martin Jostmeier , Geschäftsführer des Handwerkskammer Bildungszentrum Münster sprach von einer meisterlichen Leistung, als er die Ehrenurkunde überreichte, dazu den „Silbernen Meisterbrief“.

Die Erste Beigeordnete der Stadt Steinfurt, Maria Lindemann, ist sich sicher, dass Schulte noch mindestens zehn Jahre den Betrieb führen wird. „Jeder Handwerksbetrieb ist uns wichtig“, betonte sie. Ingrid Kemper gratulierte im Namen des Heimatvereins.

Stefan Drerup und Hendrik Stricker überbrachten die Glückwünsche der Dumter Schützen. In Zusammenarbeit mit diesem Verein wurde, genau vor 50 Jahren zum 1000-jährigen Bestehen von Borghorst, in der Schlosserei Schulte das Modell einer „Turmholländer – Windmühle“ gebaut, die gegenüber der alten Schmiede an der Dumter Straße stand. Das Modell befindet sich jetzt vor dem Haus Schulte an der Wehrstraße auf einem alten Mühlstein der ehemaligen Wassermühle von Hof Schulze Temming in Dumte.

Der Großvater des jetzigen Inhabers, Huf- und Wagenschmied Franz Schulte, hat am 1. Mai 1919, direkt hinter dem Bahnübergang an der Dumter Straße, den Grundstein für den Betrieb in Borghorst gelegt. Ältere Bürger können sich noch gut daran erinnern wie bei „Schulten Pilo“ – wie der Schmied liebevoll genannt wurde – die Hufeisen ins Feuer gelegt, auf dem Amboss geschmiedet und den Pferden angepasst wurden. Sechs bis sieben Tiere, darunter auch immer die schweren Kaltblüter der Dumter Bauern, wurden täglich beschlagen.

Gemeinsam mit den Stellmachern hat der jetzige Inhaber Franz

Franz-Josef Schulte führt das Familienunternehmen bereits in der dritten Generation.

Franz-Josef Schulte führt das Familienunternehmen bereits in der dritten Generation.

Josef Schulte, wie sein Vater und Großvater bis 1964 an der Dumter Straße für die Landwirte auch Fahrzeuge gebaut und repariert. Dann zog der Betrieb in eine 300 Quadratmeter große Halle mit Wohnhaus an die Wehrstraße.

Wenn auch längst neue Werkstoffe und Arbeitsmethoden wie Edelstahl und das Schutzgas-Schweißen in den Traditionsbetrieb eingezogen sind, ist die Faszination zur Esse als Schmiedefeuer bei „Metallbau Schulte” geblieben. „Ohne Feuer könnte ich gar nicht“, gibt Franz Josef Schulte unumwunden zu und er ist überzeugt davon, dass die feuergeschweißte Naht die haltbarste ist.

Viele Einzelstücke und Sonderanfertigungen, wie Tore, Gitter, Treppen- und Brüstungsgeländer, Überdachungen – meist verzinkt oder in Edelstahl – gehören zum Arbeitsprogramm von Metallbau Schulte.

„Massenproduktion gibt es bei uns nicht“, erklärt der Meister. Wenn mal Not am Mann ist, bekommt der Betriebsinhaber Unterstützung von den beiden Söhnen Florian und Julian. Für Marketing und Büroarbeit ist Ehefrau Petra verantwortlich.

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