Sanierung Arnoldinum
Bauplätze generieren Sanierungsgeld

Burgsteinfurt -

In den Gesichtern der Verwaltungsspitze spiegelte sich Zufriedenheit wider, dem Ausschussvorsitzenden Johannes Wczasek (SPD), der sich zuvor mehrfach für den Beschluss stark gemacht hatte, huschte gar ein Lächeln übers Gesicht und von den Vertretern des Arnoldinums im Zuschauerraum gab es offenen Applaus: Einstimmig hat der Bauausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend die Verwaltung damit beauftragt, die hinter der Sporthalle des Gymnasiums befindliche Freifläche zu Wohnbauland weiterzuentwickeln. Der Erlös aus dem Verkauf der 21 Grundstücke soll vollständig in die Sanierung der Sportanlagen des Gymnasiums fließen.

Donnerstag, 23.05.2019, 18:18 Uhr
Multifunktionsspielfeld und Fußballfeld statt maroder Sportanlagen – so stellt sich die Stadt künftig das Areal unmittelbar nördlich des Gymnasiums vor. Die Umgestaltung soll finanziert werden durch den Verkauf von Baugrundstücken (im Hintergrund), auf denen zum Beispiel Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen könnten.
Multifunktionsspielfeld und Fußballfeld statt maroder Sportanlagen – so stellt sich die Stadt künftig das Areal unmittelbar nördlich des Gymnasiums vor. Die Umgestaltung soll finanziert werden durch den Verkauf von Baugrundstücken (im Hintergrund), auf denen zum Beispiel Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen könnten. Foto: Stadt Steinfurt

Den auf einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion basierenden Planentwurf hatte der Technische Beigeordnete Hans Schröder zuvor vorgestellt. Demnach sollen der nördlich der Sporthalle gelegene maroden Rasen- und der Tennenplatz zu Bauland werden. „Das ist ein sehr attraktiver Standort für Häuslebauer“, erwartet Schröder im Fall der Realisierung eine hohe Nachfrage. „Sie können davon ausgehen, dass uns die Grundstücke aus der Hand gerissen werden.“

Trotz dieses Aderlasses in der Größe des Schulareals bleibe zwischen künftigen Baugebiet im Norden und Schulgebäuden im Süden noch genügend Platz für die Neuanlage von Sportangeboten. Schröder denkt dabei an ein Multifunktionsfeld mit Kunststoffbelag sowie an einen Fußballplatz. Auch für eine Laufbahn und Sprunggrube bleibe noch Raum.

Zusätzlich soll ein Parkplatz angelegt werden, der insbesondere dann genutzt werden soll, wenn größere Veranstaltungen in der Aula stattfinden. Aus Gründen des Brandschutzes kann ein Parken auf dem Schulhof künftig nicht mehr erfolgen, erklärte Schröder.

Im Zuge der Schulentwicklungsplanung ist auch eine Verbesserung der Situation bei den Sozialräumen geplant: Das Schülercafé „Schuca“ soll zur Aula hin erweitert werden, um die aktuelle Raumnot zu beseitigen. Schließlich soll, nach weiteren Sanierungsmaßnahmen im Gebäude, auch der vorhandene Pavillontrakt abgebaut werden. Die schlechten Unterrichtsbedingungen in dem Containerbau hatte insbesondere der Förderverein der Schule immer wieder kritisiert.

„Ich sehe Bauland und ich sehe Möglichkeiten, die Situation an der Schule deutlich zu verbessern“, schloss der Technische Beigeordnete seine Ausführungen.

„Die von der Verwaltung vorgeschlagene Neuplanung bedeutet definitiv eine Verbesserung. Wir haben ihr daher zugestimmt“, berichtete Schulleiter Jochen Horne­mann vom Ergebnis eines Vor-Ort-Besuchs mit Verwaltungsvertretern und Bauausschussvorsitzendem.

Er machte indes darauf aufmerksam, dass auch großer Nachholbedarf im Sportunterricht in der Halle gegeben sei. „Wir sind eine Schule, die das vierte Abiturfach Sport anbietet, haben darüber hinaus 900 Schüler, verfügen aber nur über eine Einfachhalle“, zeigte Horne­mann weitere Defizite auf. Die Folge: Schüler müssten zu anderen Hallen transportiert werden, Kosten liefen auf, Zeit gehe verloren.

Die Politiker nahmen dies zur Kenntnis, brachten aber zunächst einmal den Beschlussvorschlag der Verwaltung auf den Weg. Demnach müssen in einem ersten Schritt zunächst die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ausweisung von Bauplätzen geschaffen werden. Konkret muss das bislang als „Gemeinbedarfsfläche“ deklarierte Areal im Bebauungsplan als „Wohnbauland“ ausgewiesen werden.

Parallel soll, nach einer entsprechenden Eingabe von Rudolf Diekmann (CDU), die Frage einer möglichen Zwischenfinanzierung geklärt werden.

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