Festakt und Zapfenstreich
Großartig, unterhaltsam, feierlich

Burgsteinfurt -

Es war ein ganz besonderer Festakt – großartig, unterhaltsam, feierlich und manchmal auch anrührend. Der Schützenverein Sellen-Veltrup fand für seine Jubiläumsfeierlichkeiten den angemessenen Rahmen. Es war der Auftakt für weitere Glanzpunkte.

Sonntag, 26.05.2019, 18:48 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 21:18 Uhr

Es war ein ganz besonderer Festakt – großartig, unterhaltsam, feierlich und manchmal auch anrührend. Der Schützenverein Sellen-Veltrup fand für seine Jubiläumsfeierlichkeiten den angemessenen Rahmen: den Festakt am Freitag mit überwältigender Publikumsresonanz im riesigen Festzelt an der Waldfreiheit, einen Sternmarsch mit 43 Gastvereinen und schließlich das Königsschießen mit Krönungsball. Viel Anerkennung fand auch das Festbuch, in dem die Geschichte des Vereins und der Bauerschaft akribisch aufgearbeitet wurde. Zahlreiche Steinfurter Schützenvereine waren an diesem Abend vertreten, um das freundschaftliche Verhältnis zu den Sellen-Veltrupern zu untermauern.

Die Moderation des Abends lag in den Händen der charmanten Katja Fleur und Eckhard Lindhof . „Zusammenhalt, Treue und Gemeinschaftssinn, wir sind stolz, dass wir diese Tugenden auch nach einem halben Jahrtausend noch zu pflegen wissen“, betonte der 1. Vorsitzende Eike Flintermann. Er erklärte die Verbindung des Schützenvereins zum Fürstenhaus: „Der erste urkundliche Nachweis stammt aus einer Rentamtsrechnung von 1519. Dann begrüßte der Vorsitzende ganz besonders Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt.

Einstieg in den Abend war eine Zeitreise in die Vergangenheit. „500 Jahre Schützengeschichte – wie waren wohl die Anfänge, die Gewohnheiten und Verpflichtungen in der Bauerschaft?“, formulierte es Lindhof. Das zeigte der Schützennachwuchs, der unter Leitung von „Lehrer Böserecht“ alias Heinz Epker ein kurzes Theaterstück eingeübt hatte, das ins 17. Jahrhundert zurückführte. Die Aufgabe der Schützen galt einst der Verteidigung und dem Schutz der Heimat, wofür auch damals schon Einigkeit und Brüderlichkeit Grundvoraussetzungen waren. In den damaligen Regeln hieß es: „Jeder Schütze soll das Jahr hindurch seine Büchse in Ordnung halten, so dass er immer gerüstet sei – so der Schützenhilfe nötig gegen irgendeinen Feind.“ Musikalisch begleitete den Abend unter anderem die speziell für diesen Anlass formierte Sellen-Veltruper Musiktruppe unter der Leitung von Sandra Steenweg.

Comedian Alfons Abeln aus dem Emsland hatte die Lacher auf seiner Seite. Als „angesäuselter“ Schützenbruder ließ er zum Teil derbe Gags vom Stapel. „Schützensport ist Kampfsport“, behauptete der Komiker. Da wären unter anderem der Kampf mit der Ehefrau zu Hause und der Kampf um die besten Thekenplätze beim Freibier. Ganz wichtig sei, die Schützenjacke dunkel, trocken und vor Frauen sicher aufzubewahren.

Den krönenden Abschluss der Feierstunde bildete der „Große Zapfenstreich“, gespielt vom Spielmannszug Friedenau in Kooperation mit dem Burgsteinfurter Blasorchester. Es war ein besonderes feierliches Szenario im Fackelschein, das jeden berührte. Anschließend begann der Festball mit der Liveband „Funtime“.

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