Stadtradeln 2019
Aufgalopp gestaltet sich zäh

Steinfurt -

Es fehlt noch ein wenig Schwung beim Stadtradeln-Wettbewerb: An Tag zwei nach dem Start an Christi Himmelfahrt blieb die Anmeldezahl, zumindest was die Einzelfahrer betraf, noch hinter den Erwartungen zurück. Schirmherr Hans Schröder, selber engagierter Radler, zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich noch viele Teilnehmer anmelden werden.

Freitag, 31.05.2019, 15:31 Uhr aktualisiert: 31.05.2019, 17:30 Uhr
Tritt motiviert in die Pedale: Das Team Stadtverwaltung geht zum zweiten Mal beim Stadtradeln an den Start – und möchte sich gegenüber dem Vorjahr verbessern. Mit im Team: Technischer Beigeordneter Hans Schröder (3.v.l.), der zugleich Schirmherr der Veranstaltung ist.
Tritt motiviert in die Pedale: Das Team Stadtverwaltung geht zum zweiten Mal beim Stadtradeln an den Start – und möchte sich gegenüber dem Vorjahr verbessern. Mit im Team: Technischer Beigeordneter Hans Schröder (3.v.l.), der zugleich Schirmherr der Veranstaltung ist. Foto: Ralph Schippers

Hans Schröder kommt mit einem der zwei städtischen E-Bikes zum Pressetermin vor dem Rathaus. Natürlich – ist der Technische Beigeordnete doch Schirmherr der diesjährigen Stadtradeln-Aktion. Seit dem Himmelfahrtstag und noch bis einen Tag vor Fronleichman gilt es für die Steinfurter nun zum zweiten Mal, für das gute Klima – und sicher auch für die eigene Gesundheit – in die Pedale zu treten. Im Kreis machen 14 Kommunen mit – ein Rekordergebnis.

„Wenn‘s irgend möglich ist, nehme ich das Rad.“ Hans Schröder outet sich gerne: Er ist ein Fahrradenthusiast. Als gebürtiger Grafschafter gehörte für ihn der Drahtesel schon seit frühester Jugend mit zum Alltagsleben. Im Tagesgeschäft als Baudezernent der Stadt nutzt er gern das E-Dienstfahrrad, mitunter sieht man ihn aber auch mit seinem Faltrad zu Terminen kommen. Indes: Beim Stadtradeln 2019 ist er „nur“ Schirmherr, nicht aber „Star“, wie im vergangenen Jahr der Verfasser dieser Zeilen. „Auf das Auto drei Wochen vollends zu verzichten, wie es die Regeln vorschreiben, war dann doch angesichts längerer Fahrten und vieler Abendtermine eine zu große Herausforderung“, gibt Schröder offen zu. Den Anspruch, in den kommenden drei Wochen möglichst viel mit der Fiets zu fahren, hat er dennoch.

Den haben auch die Kolleginnen und Kollegen des Technischen Beigeordneten im Team der Stadtverwaltung. Mit ungefähr gleich starker Truppe wie im vergangenen Jahr am Start, will sich die Rathausmannschaft, zu der unter anderem die Fachdienstleiter Stefan Albers und Helmut Grönefeld gehören, im Ranking verbessern. „Die ersten 100 Kilometer haben wir schon beisammen“, freute sich Grönefeld gestern am Tag zwei der Aktion.

Indes: Das Ziel auch zu erreichen, wird nicht einfach, die Konkurrenz ist groß. Vom Kreissportbund bis zu Marathon, von der Nachbarschaft Albertus-Magnus-Weg bis zum Team „Max Raabe“ (!?) haben sich ganz unterschiedliche Teams angemeldet. Insgesamt sind es 35 (Stand Freitagvormittag) – und damit sogar eins mehr als im vergangenen Jahr.

Indes: Sie sind durchschnittlich kleiner als 2018. Zum Auftakt haben sich bislang weniger als die Hälfte der Teilnehmer aus dem Vorjahr angemeldet. „Das ist sicher noch ausbaufähig“, sagt der Schirmherr zum etwas zähen Aufgalopp. Er freue sich „über jeden einzelnen Teilnehmer“. Schröder spricht dabei Alltagsradler an, aber zum Beispiel auch Berufspendler, die bei der Fahrt zum Arbeitsplatz Fahrrad statt Auto nutzen.

„Erfahrungsgemäß melden sich noch viele während der laufenden Aktion nach“, sagt auch Klimaschutzmanager Lorenz Blume, der das Stadtradeln für Steinfurt federführend betreut. Doch ganz kann er seine Enttäuschung über den doch verhaltenen Auftakt nicht verbergen. „Ich habe sämtliche Vereine und Schulen angeschrieben“, berichtet er. Immerhin erfreulich: Neben des SPD, die im vergangenen Jahr das Fähnlein der Kommunalpolitik ganz allein hochgehalten hat, sind in diesem Jahr auch die Bündnisgrünen mit einem Team vertreten.

„Jeder, der an der Aktion teilnimmt, wird sich bewusst sein, dass er weniger COerzeugen möchte. Ein richtiger Schritt!“, rührt auch Hans Schröder nochmals die Werbetrommel.

Übrigens: Neben dem guten Gefühl, etwas für die Umwelt und seine eigene Fitness getan zu haben, winken wiederum attraktive Preise für die drei Bestplatzierten der Kategorien „Team“, „Einzelteilnehmer“ und „Schulen“.

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