Zahl der gemeldeten Nester steigt sprunghaft an
Paradewetter für Prozessionsspinner

Steinfurt -

In der vergangenen Woche waren es gerade einmal sieben Nester des Eichenprozessionsspinners, die auf der eigens eingerichteten Karte auf dem Gebiet der Stadt Steinfurt verzeichnet waren. Am Dienstag waren es schon über 60 – Tendenz steigend. Von denen sind bereits rund 40 von Mitarbeitern des Bauhofs beseitigt worden.

Dienstag, 04.06.2019, 15:36 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 15:44 Uhr
Mit Staubsaugern beseitigen Mitarbeiter des Bauhofs die Nester der Raupen.
Mit Staubsaugern beseitigen Mitarbeiter des Bauhofs die Nester der Raupen. Foto: Axel Roll

„Jetzt geht‘s richtig los“, weiß Bauhof-Leiterin Kerstin Timmers . Die warme und relativ trockene Witterung lässt die Raupen nur so schlüpfen, die dann in langen Reihen die Bäume erklimmen, um dort ihre gefürchteten Nester zu spinnen.

„Die werden uns die nächsten Wochen noch beschäftigen“, schätzt Timmers, dass es rund vier Wochen dauern wird, bis bei allen das Raupenstadium durchlaufen ist, in dem die Brennhaare mit dem Nesselgift gebildet werden. Der steigenden Zahl von gemeldeten Nestern tritt der Bauhof mit mehr Mitarbeitern entgegen: Statt in den vergangenen Tagen nur ein, sind ab heute den ganzen Juni hindurch zwei Teams unterwegs, um den Gespinsten, die Juckreiz und im schlimmsten Fall allergische Reaktionen hervorrufen können, mit speziellen Saugern zu Leibe zu rücken. Dabei tragen sie Schutzanzüge, um den Kontakt mit den brennenden Härchen zu verhindern.

Schutzanzüge und Sauger wurden im vergangenen Jahr angeschafft, als die erste große Eichenprozessionsspinner-Welle über die Stadt rollte. „Dieses Jahr sieht es nach noch mehr aus“, macht sich Timmers keine Illusionen über die in den nächsten Wochen anfallende Arbeit. Dennoch beruhigt sie: „Natürlich sollte man Abstand halten, aber es gibt auch keinen Grund zur Panik – die Raupen springen einen ja nicht gerade an.“

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