Schüler des HEBK malen nach Bauhaus-Vorbildern
„Kunst ist wichtig“

Burgsteinfurt -

In 2019 feiert die Bauhaus-Bewegung ihr 100-jähriges Jubiläum. Das „staatliche Bauhaus“ wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. Grundlegend ist die Zusammenführung von Kunst und Handwerk, es gibt typische Form- und Farbenklänge, als geometrische Grundelemente gelten unter anderem Kreis, Quadrat und Dreieck.

Freitag, 14.06.2019, 14:22 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 19:08 Uhr
Gerlinde Kisker (3.v.l.) hieß die Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren Gäste zur Vernissage herzlich willkommen.
Gerlinde Kisker (3.v.l.) hieß die Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren Gäste zur Vernissage herzlich willkommen. Foto: nix

Das Jubiläum ist für viele Kunstlehrer Anstoß, ihren Schülern die Welt der Bauhaus-Bewegung näher zu bringen. So dachte auch Lisa Berkemeier , Lehrerin am Hermann-Emanuel-Berufskolleg. Ihre Schüler malten Bilder, die bis zum 12. Juli im Huck-Beifang-Haus zu sehen sind. Der Kunstverein Steinfurt ermöglicht diese Ausstellung. Gerlinde Kisker hieß im Namen des Kunstverein-Vorstandes alle Gäste zur Vernissage willkommen.

„Um uns einen Überblick zu verschaffen, haben wir zu Anfang Informationstexte gelesen und zum Einstieg in das Thema einen Film über das Bauhaus angeschaut“, erläuterten die Schülerinnen Sarah Focke und Anna Althoff. Alle Schüler wählten jeweils spezielle Bauhauskünstler, mit deren Bildersprache sie sich näher befassten und die Grundlage für ihre eigenen Kreationen bildeten. Sie schufen somit auch individuelle Interpretationen des Bauhaus-Stils. Die Gemälde der Berufskolleg-Schüler werden durch kurze Texte ergänzt, in denen sich die jungen Künstler zu ihren Werken äußern. „Ich habe Paul Klee gewählt, da er in meinen Augen den Bauhausstil am besten umgesetzt hat“, schreibt beispielsweise Julia Krabbe zu ihrem Bild „Mein Lebensweg…?! 2019“ „Schnell wurde mir klar, dass ich gerade und klare Formen nutzen möchte ohne viel Schnickschnack drum herum“, fügt sie hinzu. Das Bild zeigt ihren bevorstehenden Lebensweg, der durch Häuser, die nach links und rechts verlaufen, dargestellt wird. Die Gebäude stehen für Lebensabschnitte.

„Kunst ist wichtig für unsere Gesellschaft“ betonte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer. Sie freut sich über das Interesse der jungen Menschen am Thema Bauhaus und bezeichnete das Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum in Borghorst als ein Pfund, mit dem die Stadt wuchern könne. „Dem Thema Kunst wird bei uns ein hoher Stellenwert zugeschrieben“, so Denise Diehl, Leiterin des Berufskollegs. „Zu jedem erfolgreichen und erfüllten Leben gehört es auch, dass man seine kreativen Fähigkeiten erprobt und auslebt.“ Und wenn man im Domizil des Kunstvereins ausstellen darf, bedeute das eine ganz besondere Wertschätzung.

Hedwig Seegers, Treuhänderin der Heinrich-Neuy-Stiftung, wohnte der Ausstellungseröffnung bei und schrieb zum Bauhaus-Jubiläumsjahr 80 Schulen an, um Schüler zur Beschäftigung mit dem Thema zu motivieren. Die Ausstellung ist von montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr zu erleben.

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