Schüler-Ausstellung im Rathaus
Heinrich Neuy wäre happy

Steinfurt -

An vielen Schulen der Stadt war und ist das Bauhaus im Jahr seines 100-jährigen Gründungsjubiläums Thema. Einige davon präsentieren seit Dienstag die Ergebnisse in einer gemeinsamen Ausstellung im Rathaus.

Dienstag, 02.07.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 19:01 Uhr
Vier Steinfurter Schulen zeigen seit Dienstag im Rathaus, wie sie sich Rahmen des Kultur- und Schule-Projekts „100 Jahre Bauhaus“ mit dessen Philosophie auseinandergesetzt haben.
Vier Steinfurter Schulen zeigen seit Dienstag im Rathaus, wie sie sich Rahmen des Kultur- und Schule-Projekts „100 Jahre Bauhaus“ mit dessen Philosophie auseinandergesetzt haben. Foto: Bernd Schäfer

„Ich bin überwältigt, was hier geschaffen worden ist“, sagte Hedwig Seegers beim Blick auf die vielen ganz unterschiedlichen Exponate. Die Tochter des Borghorster Bauhaus-Schülers Heinrich Neuy war sich sicher: „Mein Vater wäre happy, wenn er das sehen könnte.“

„Es ist schön, dass den Kindern Gelegenheit gegeben wird, die Kunst und die Philosophie des Bauhauses zu verstehen“, bedankte sich Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer bei den Schulen, die sich an der Ausstellung beteiligen: Die Realschulen Burgsteinfurt und am Buchenberg, die Hauptschule am Bagno und das Gymnasium Borghorst.

In den Realschulen brachte die Burgsteinfurter Künstlerin Yvonne Hoppe-Engbring den Kindern das Bauhaus nahe. „Wir haben uns mit der Malweise Kandinskys beschäftigt und uns davon inspirieren lassen.“ Dabei wurde auch Musik in Bilder umgesetzt – eine Technik, die Heinrich Neuy in Borghorst oft mit Buster Flood anwandte. Zum Teil wurden die Skizzen später in Linolschnitte oder Radierungen umgesetzt – oder auf Rahmen gewebt.

In der Schule am Bagno ließ Kunstleiterin Maha Kamel-Weiler ihre Schüler Möbel in einem verkleinerten Maßstab bauen. Neben den bauhaustypischen Farben und Formen wurde beim Bau der Möbel Wert auf weitere Grundsätze der Bauhaus-Philosophie gelegt: Standardformen, Stecksystem und leichter Transport.

Am Gymnasium Borghorst leitete Klaus Uhlenbrock die Produktion eines Dokumentarfilms über Heinrich Neuy. „Er sollte ursprünglich eine Dreiviertelstunde dauern. Aber dann kam immer mehr Material zusammen, immer mehr Zeitzeugen und ehemalige Lehrlinge meldeten sich – jetzt sind es 60 Minuten geworden“, erzählt Uhlenbrock über den Film, der nach den Sommerferien erstmals öffentlich gezeigt wird.

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Die Ausstellung kann bis zum 27. August während der Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Einen Trailer zum Heinrich-Neuy-Film gibt es bereits auf Youtube.

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