Neues Fortbildungsprogramm für die Rathausmitarbeiter
Integrationen auf allen Ebenen

Steinfurt -

Ob es das nur einmal gibt, kann Maria Lindemann natürlich nicht sagen. „Im Umkreis sind wir aber die einzigen, die so ein Programm anbieten“, sagt die Erste Beigeordnete, die in ihrer Funktion auch den Lenkungskreis zur Integration leitet. Erste Kommunen haben bereits angeklopft, ob sie auch mal einen Blick in das Heftlein werfen könnten. Was steht drin? Es ist ein Fortbildungsprogramm zum Thema Integration, nur für die Mitarbeiter des Rathauses. Überschrift: Zusammenleben in Steinfurt.

Mittwoch, 03.07.2019, 17:04 Uhr
Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Erste Beigeordnete Maria Lindemann, Detlef Bolte von Lernen Fördern, Technischer Beigeordneter Hans Schröder und Integrationsbeauftragte Ulrike Kolbe (v.L.) stellten das Fortbildungsprogramm zum Thema Integration vor.
Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Erste Beigeordnete Maria Lindemann, Detlef Bolte von Lernen Fördern, Technischer Beigeordneter Hans Schröder und Integrationsbeauftragte Ulrike Kolbe (v.L.) stellten das Fortbildungsprogramm zum Thema Integration vor. Foto: Axel Roll

Was hat Integration mit Tiefbau oder Marktwesen zu tun? „Diese Fragen hat es anfänglich natürlich bei den Mitarbeitern gegeben“, weiß Maria Lindemann . Darum seien die Fortbildungsangebote nach den Wünschen der Kollegen ausgerichtet worden. Außerdem, so Technischer Beigeordneter Hans Schröder, habe schon jeder Bereich etwas mit Integration zu tun. „Wir müssen alle zusammenarbeiten und darum ist dieses Programm genau der richtige Ansatz.“

Stammtischparolen, Umgang mit herausfordernden Personen an Schulen, Asyl- und Aufenthaltsrecht, Traumata – die Themen der einzelnen Veranstaltungen für die Rathaus-Mitarbeiter sind breit gefächert. Gleich ist der didaktische Aufbau. Immer geht es um Reflexion – wie ist meine eigene Haltung? – , um die Weitergabe von Wissen und den Transfer in die Praxis. Verantwortlich für Konzeption und Realisierung waren Ulrike Kolbe , Integrationsbeauftragte der Verwaltung und Detlef Bolte von Lernen Fördern, der dort die Integrationsagentur leitet und damit regelmäßig an den Sitzungen der Lenkungsgruppe im Rathaus teilnimmt.

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer ist optimistisch, dass sich für die einzelnen Seminare jetzt zahlreiche Kolleginnen und Kollegen anmelden werden. Der Startschuss fällt nach den Ferien im September. Nach der Teilnahme gibt es für alle ein Zertifikat. Claudia Bögel-Hoyer: „Ich glaube, dass man auch im Privaten von dem vermittelten Wissen profitieren kann.“

Ulrike Kolbe denkt derweil schon weiter. Sie wünscht sich in jedem Fachdienst einen Mitarbeiter, der Ansprechpartner für die Belange der Integration ist. „Das sollte nicht unbedingt der Fachdienstleiter sein“, betont die Integrationsbeauftragte.

Zum Start des Fortbildungsprogramms gab es einen Workshop für alle Ratbediensteten. Gespräche in den Fachdiensten schlossen sich an, in denen die Organisatoren die individuellen Wünsche für so eine Weiterbildungsreihe abgeklopft haben. Und nach dem letzten Seminar soll gefragt werden, wie es denn gefallen hat, was es gebracht hat und die Organisatoren besser machen können. Und dann könnte es in 2020 in eine neue Runde gehen.

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