Abiturfeier am Arnoldinum
„Kapitänspatent“ für große Lebensreise

Burgsteinfurt -

Insgesamt 121 junge Erwachsene umfasst der Abschlussjahrgang 2019 des Gymnasiums Arnoldinum, der am Donnerstag in einer Feierstunde mit vorhergehendem Gottesdienst in der Großen Kirche verabschiedet wurde.

Donnerstag, 04.07.2019, 19:26 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 15:48 Uhr
Insgesamt 121 junge Erwachsene umfasst der Abschlussjahrgang 2019 des Gymnasiums Arnoldinum. 119 Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule mit dem Abiturzeugnis, zwei Absolventen haben den schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben.
Insgesamt 121 junge Erwachsene umfasst der Abschlussjahrgang 2019 des Gymnasiums Arnoldinum. 119 Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule mit dem Abiturzeugnis, zwei Absolventen haben den schulischen Teil der Fachhochschulreife erworben. Foto: rs

Acht Jahre haben sie alle Weltmeere durchkreuzt, nautische Kenntnisse erworben, soziales Miteinander an Bord eingeübt, immer wieder den Kompass herangezogen und, wenn nötig, den Kurs korrigiert – gestern nun erhielten 119 Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums Arnoldinum ihr „Kapitänspatent“ ausgehändigt. „Der Fluch der KABIribik“, so das Motto des 2019er-Jahrgangs, endete mit der Übergabe der Reifezeugnisse in der evangelischen Großen Kirche.

Des Öfteren wurde während der Feierstunde von verschiedenen Redner das „Piraten“-Motto aufgenommen – und auch Jochen Hornemann fragte sich, was die Absolventen mit dem „Fluch, der nun endet“ denn nun genau meinten. Der Schulleiter jedenfalls bescheinigte dem Jahrgang nur Gutes: Der Umgang miteinander sei stets respektvoll gewesen. Zudem erwähnte Hornemann die hohe Leistungsbereitschaft, die sich auch im Notendurchschnitt widergespiegelt habe: Der Jahrgangsdurchschnitt lag bei 2,39 und war damit besser als der im Land NRW.

„Ihr seid ein besonderes Aushängeschild für unsere Schule“, lobte der Schulleiter. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Absolventen alle Herausforderungen, die das Leben an sie stellt, auch meistern werden.

Dessen war sich auch Dr. Gerrit Schnabel als Vertreter der ehemaligen Arnoldiner sicher. Das nötige Rüstzeug dazu hätten die Absolventen erworben, zudem seien viele Freunde unterwegs, die auf den gleichen Kurs eingestellt seien und helfend eingreifen könnten. Mit im Gepäck hatte Schnabel einen Scheck in Höhe von 200 Euro für Elisa Reeke, die das Abitur mit der Traumnote 1,0 als Jahrgangsbeste bestand. Sie wird diesen Beitrag für das Freiwillige Soziale Jahr verwenden, dass für sie nun ansteht.

Schulpflegschafts-Vorsitzender Hans-Joachim Bühne gab offen zu, dass es ihm in diesem Jahr nicht leicht falle, ein Grußwort zu halten. Er hob damit auf den Tod eines Mitschülers der Abiturientia ab. Er wies darauf hin, dass das Leben nicht wie eine Autobahn sei, die fest von A nach B führe, sondern vielfach auch einem Labyrinth ähnele. „Ihr könnt Euch sicher sein, dass wir als Eltern Euch immer begleiten werden“, sagte er abschließend. „Lasst uns auch weiter an Eurem Leben teilhaben!“

Als ehemalige Arnoldinerin war es Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer eine sichtliche Ehre, ebenfalls ein Grußwort an die Absolventen zu richten. Sie appellierte an die Abiturienten, sich für Fairness und Demokratie als grundlegende gesellschaftliche Werte einzusetzen.

Weitere Grußworte der Beratungslehrer Dr. Gudrun Niendieck und Matthias Roth sowie der Schülersprecher Clara Ewering und Tobias Stoffels schlossen sich an, ehe Emma Lehmkuhl und Laurin Bödding einen überwiegend launigen, am Ende aber auch nachdenklich machenden Rückblick auf die Schulzeit hielten. Sie wünschten „allen künftigen Azubis, Erstis, Auswanderern und Lebenskünstlern“ alles Gute für den weiteren Lebensweg.

Der Feierstunde, die musikalisch in sehr unterhaltsamer Weise vom Schülerblasorchester unter den Dirigaten von Greta Stampe und Julius Thieroff begleitet wurde, war ein ökumenischer Gottesdienst vorgeschaltet. Ihn zelebrierten gemeinsam Diakon Franz-Josef Reuver von der Kirchengemeinde St. Gertrudis Horstmar sowie Moritz Gräper, Ev. Kirchengemeinde Burgsteinfurt, und Katrin Ring, Pfarrerin im Schuldienst.

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