Friedhelm Stumpf und Claus Muchow feiern ihren 60. Geburtstag auf Wohnmobil-Tour im Osten
Einmal Elbrus und zurück

Burgsteinfurt -

Das war der Tiefpunkt der Reise. Allerdings nur topographisch gesehen: 200 Meter unter dem Meeresspiegel. Tatsächlich war der 4000 Quadratkilometer große Nationalpark Kasachstans mit seiner Weite und seinen monumentalen Felsformationen, vor denen das Wohnmobil wie eine kleine weiße Ameise aussah, aber einer der absoluten Highlights der 13 302-Kilometer-Reise. Der gefühlte Tiefpunkt, da müssen Claus Muchow und Jugendfreund Friedhelm Stumpf nicht lange überlegen, der hatte etwas mit einem Stern zu tun. Der nicht vom Himmel leuchtete, sondern vorne bei ihnen auf der Motorhaube blitzte. . .

Freitag, 05.07.2019, 18:00 Uhr
Wie eine Ameise wirkt das Auto vor dem Hintergrund der monumentalen Berge im Nationalpark von Kasachstan.
Wie eine Ameise wirkt das Auto vor dem Hintergrund der monumentalen Berge im Nationalpark von Kasachstan. Foto: Claus Muchow

Lebenszollstock

Was tun, wenn der 60. Geburtstag ins Haus steht, sich beim Blick auf den Lebenszollstock die Erkenntnis durchsetzt, das statistisch gesehen nur noch 18 Zentimeter übrig bleiben? Claus Muchow wird ernst: „Da bleibt keine Zeit mehr, wichtige Entscheidungen aufzuschieben.“ Und darum war für ihn genau wie für seinen Freund aus Kindertagen, Friedhelm Stumpf , klar: „Wir machen was, wo wir noch nie waren, was uns aber wahnsinnig interessiert.“ Eine gemeinsame Reise im Wohnmobil Richtung Osten. 48 Tage lang, die zielgenau über die beiden 60. Geburtstage gelegt wurde. Die Freude feierten die runden Wiegefeste am Abend mit einer Flasche Rolinck für jeden. Die vier Pullen hatte Claus Muchow sorgfältig im Gepäck versteckt.

Schwarzes Meer macht jeder

„Schwarzes Meer, das macht ja jeder. Wir wollten eins draufsetzen“, so Friedhelm Stumpf. Darum war das Kaspische Meer und der höchste Berg Russlands, der Elbrus im Kaukasus, die anvisierten Ziele. Auf dem Elbrus waren beide auf über 5000 Metern Höhe bei minus 16 Grad, froren schrecklich und schnappten nach Luft.

Claus Muchow: Einmal Ebrus und zurück

1/29
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Claus Muchow
  • Foto: Axel Roll

Polen, Litauen, Lettland, Russland, Kalmückien, Kasachstan, Asabaidschan, Georgien, Abchasien – die Liste der durchquerten Länder ist lang. Die Eindrücke, die die Globetrotter dabei gesammelt haben, allenfalls stichwortartig in so einem Zeitungsbericht wie diesem wiederzugeben. So unterschiedlich die Landschaften, vom unbeschreiblichen Grün Georgiens über die Einsamkeit Kasachstan bis hin zur Olympiastadt Sotschi als der Ballermann Russlands.

Unbeschreiblich gastfreundlich

So kontrastreich die Natur auch war, die Menschen, die Claus Muchow und Friedhelm Stumpf getroffen haben, waren durchgängig eines: „Unbeschreiblich gastfreundlich.“ So war es keine Seltenheit, dass die Burgsteinfurter am Abend, wenn sie ihr Wohnmobil in der Wildnis geparkt hatten, plötzlich Besuch bekamen, der dann schnell wieder verschwand – und mit gegrilltem Fleisch und Wodka zurückkam.

Die Liste der unter die Räder genommenen Ländern hätte noch länger sein können. Wenn sie nicht 13 Tage auf einem Werkstattparkplatz vertrödelt hätten. Die defekte Benzinpumpe war nicht das Problem. Aber die schlechte Arbeit der Mechaniker.

Teil zwei in Planung

Trotzdem sind sich Muchow und Stumpf einig: „So eine Reise ist wie ein Kinofilm. Von den guten gibt es immer einen zweiten Teil.“ Der dann aber ohne Stern auf der Wohnmobil-Haube.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6751555?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Gefährliche Verfolgungsjagd - Autofahrer rammt Streifenwagen
Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück: Gefährliche Verfolgungsjagd - Autofahrer rammt Streifenwagen
Nachrichten-Ticker