Verbotswidriges Parken in der Fußgängerzone
Der bequeme Weg zur Post

Burgsteinfurt -

Anfang Juni hat sie eröffnet, die neue Postfiliale im Klaas + Kock-Lebensmittelmarkt im Wippert. Nach gut einem Monat kann konstatiert werden: Sie ist ein Frequenzbringer und hat die zuvor recht ruhige Ecke der Altstadt deutlich belebt.

Dienstag, 16.07.2019, 16:50 Uhr
Falschparker vor dem K+K: Seitdem die Post dort eine Filiale eröffnet hat, gibt es eine Zunahme. Als Sanktion drohen 35 Euro Bußgeld – eine eingeschaltete Warnblinkanlage hilft da nicht.
Falschparker vor dem K+K: Seitdem die Post dort eine Filiale eröffnet hat, gibt es eine Zunahme. Als Sanktion drohen 35 Euro Bußgeld – eine eingeschaltete Warnblinkanlage hilft da nicht. Foto: rs

Indes: Es gibt auch negative Begleiterscheinungen - und die beziehen sich auf das Parken. Ob Brennereigasse, Wippert oder Steinstraße: Dieser Bereich der Altstadt ist Fußgängerzone. Heißt: Schon das Einfahren ist grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmen können erlassen werden, in vorliegenden Fall gibt es Zeitfenster, in denen eine Anlieferung erfolgen kann. Mit einem von der Stadt ausgestellten Anwohner-Ausweis darf man ebenfalls in den Fußgängerbereich einfahren. Doch an die Ausgabe sind klare Bedingungen geknüpft.

Vorschriften, die manche Zeitgenossen gerne mal außer Acht lassen, mit ihrem Wagen in den Fußgängerbereich einfahren und dort – mit eingeschalteter Warnblinkanlage – parken. Motto: Kurz den Brief abgeben und noch ein Brot kaufen, wird schon keinen stören.

„Wir haben in der Tat Hinweise darauf erhalten, dass das rechtswidrige Parken im Wippert zuletzt zugenommen hat“, sagt Johannes Schencking auf Anfrage. Der Leiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung der Stadt hat zusammen mit den drei Politessen ein waches Auge auf den „ruhenden Verkehr“, wie das Parken im Amtsdeutsch heißt, in den Stadtteilen. Die Einfahrt in eine Fußgängerzone sei indes fließender Verkehr und daher die Polizei für Sanktionen zuständig.

Schencking kündigte an, die Situation verstärkt ins Auge nehmen zu wollen und mit der Polizei nach Lösungen zu suchen. So seien in ähnlich gelagerten Fällen auch schon mal drastischere Maßnahmen in Form von Absperrungen durch Poller vorgenommen worden.

„Bei uns sind vermehrte Fälle von Falschparken im Wippert nicht aktenkundig“, erklärt Johannes Tiltmann von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde. Man werde den Bereich jedoch verstärkt kontrollieren und in Absprache mit dem Ordnungsamt, falls nötig, auch repressive Maßnahmen ergreifen. Das könne die Ermahnung vor Ort sein, jedoch auch die Anzeige wegen Falschparkens. „Dann werden 35 Euro fällig“, weiß Tiltmann.

Und da helfe auch kein Warnblinker, der eingeschaltet wird – im Gegenteil. Tiltmann: „Das ist ja noch verwerflicher: Die sollte nur in Notsituationen betätigt werden.“

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