SMarT zum Ausbau des Nünningswegs
„Bedürfnisse des Gastes sollten berücksichtigt werden“

Steinfurt -

Für Marion Niebel wäre es die „Oberkatastrophe“: Fast täglich gingen bei der Steinfurter Marketing und Touristik Beschwerden von Radlern ein, die sich auf dem Nünningsweg wegen der rasenden Autofahrer nicht mehr sicher fühlen.

Montag, 22.07.2019, 17:16 Uhr
Der Nünningsweg soll grundlegend mit Landesmitteln saniert werden, hat der Rat mit knapper Mehrheit beschlossen.
Der Nünningsweg soll grundlegend mit Landesmitteln saniert werden, hat der Rat mit knapper Mehrheit beschlossen. Foto: Axel Roll

„Wenn der Weg jetzt ausgebaut wird, muss unserer Ansicht nach zeitgleich dafür gesorgt werden, dass die Raserei ein Ende hat“, kommentiert die SMarT-Geschäftsführerin den Beschluss des Rates, den Verbindungsweg zwischen Borghorst und Burgsteinfurt mit Landesmitteln für den Radwegebau zu sanieren und dafür die überregional wichtigen Radtourismusrouten vom Bagno für mindestens 15 Jahre auf den Nünningsweg zu verlegen (diese Zeitung berichtete).

Noch häufiger als über die schnell fahrenden Autos beschweren sich Radler bei SMarT über die nach einem Treckerunfall gesperrte Brücke ins Bagno. Insbesondere vermissen die Pedalritter den Hinweis auf eine Umleitung.

Marion Niebel , die generell keine Empfehlung an die Politik geben will, weiß aber, dass „alle touristisch relevanten Radwege durch das Herz des Bagno-Parks führen“. Das Bagno sei einer der attraktivsten Streckenabschnitte in Steinfurt und könne von keiner anderen Route überboten werden. „Eine Umlegung brächte in jedem Fall einen Attraktivitätsverlust mit sich“, betont die SMarT-Chefin. Hinzu komme, dass das Waldgebiet zwischen Borghorst und Burgsteinfurt thematisch hervorragend in das Tourismus-Konzept für die Region Steinfurter Land passe. Da sei viel die Rede von Energie tanken und Entschleunigung. Marion Niebel: „Eine Fahrt durch den Bagno-Park bietet dies durch das Naturerlebnis in hohem Maße.“

Durch Gespräche mit den örtlichen Gastronomen weiß die Tourismus-Expertin, dass die Lokalbetreiber durch die Verlegung der Radwanderwege Einnahmeeinbußen befürchteten. Generell, so Marion Niebel, sei der Radtourismus für den hiesigen Fremdenverkehr der größte Wirtschaftsfaktor. „Wir würden uns deshalb wünschen, wenn bei wichtigen Entscheidungen auch die Bedürfnisse des Gastes Berücksichtigung fänden.“

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