Falkner Lothar Ciesielski bringt amerikanische Wüstenbussarde nach Borghorst
Heilige Vögel im Indianerdorf

Borghorst -

Vorsichtig, in gebührendem Abstand, begutachteten die Kinder des OT-Heim-Indianerdorfs am Donnerstagabend die Greifvögel, die Falkner Lothar Ciesielski aus Köln mitgebracht hatte.

Freitag, 02.08.2019, 14:52 Uhr
Fasziniert waren die Kids von den Greifvögeln des Falkners Lothar Ciesielski.
Fasziniert waren die Kids von den Greifvögeln des Falkners Lothar Ciesielski. Foto: Rainer Nix

„Der hat noch eine Maske auf“, bemerkte ein Junge. „Das ist doch mal cool“, so ein Mädchen. „Was machen die, wenn wir sie ärgern?“, fragte einer der Indianerdorfbewohner keck. Doch dazu kam es nicht. Eine gewisse Ehrfurcht vor den Bussarden und Falken war allgegenwärtig. Ganz vorsichtig durften die Vögel gestreichelt werden.

„Ich habe zwei amerikanische Wüstenbussarde, einer heißt Jimi, mitgebracht“, erklärte der Falkner . „Sie werden bei den Hopi-Indianern als heilige Vögel verehrt und gelten dort als Boten aus dem Jenseits“, so Ciesielski weiter. Auch der nordische Gerfalke ist etwas ganz Besonderes. „Ein kostbarer Vogel, den die Araber gern einsetzen.“

Das Geschäft der Greife ist die Jagd. Sie gehen gern auf kleine Tiere wie Kaninchen. Der Falkner aus der Domstadt ist mit ihnen allerdings als „Taubenvergrämer“ unterwegs. Die „Girrvögel“ sind bekannterweise in vielen Großstädten eine Plage. In Gegenwart eines Greifs lassen sie sich vorsichtshalber gar nicht erst nieder. Ciesielski gab Einblicke in die Falknerei und brachte Utensilien wie Lederhandschuh, Tasche, Kaninchenattrappe und Falkenhauben mit.

Weil die Vögel äußerst sensible Augen haben, werden ihnen beim Transport zum Einsatzort kleine Hauben aufgesetzt. Bei der „Flugschau“ erhebt sich „Jimi“ rasch in die Lüfte und denkt zunächst gar nicht daran, zu seinem Besitzer zurückzukehren. Er sucht sich ein lauschiges Plätzchen auf dem Baum und betrachtet das Szenario buchstäblich aus der Vogelperspektive, sehr zum Amüsement des Publikums.

„Jährlich in den Sommerferien veranstalten wir das Indianerdorf“, so Josef Budde vom OT-Heim St. Nikomedes. Natürlich geschieht das ganz stilecht mit Tipis und Lagerfeuer. Diesmal waren 38 Kids mit dabei. Initiatoren, Organisatoren, mit einem Wort „Häuptlinge“ sind Carsten Konermann und Ewald Weiermann. Zu erkennen waren sie leicht an ihrem farbenfrohen Kopfschmuck. „Sie sind die tragenden Säulen der Aktion“, betonte Budde, generieren Spenden, schaffen jede Menge Material her und Weiteres.“ 15 Betreuer wachten über das Wohl der Mädchen und Jungen, etwa wenn in Workshops Pfeil und Bogen gebaut oder Ponchos hergestellt wurden. Am Donnerstag, nach Falknershow und Abendessen, stand noch eine Übernachtung auf dem Programm.

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