MGV Borghorst sucht Verstärkung für die nächste Show „Schlagerparade“
Nicht immer die gleichen Sachen

Borghorst -

Wirklich hip ist ihr Name nicht gerade, das geben die Sänger vom MGV Borghorst freimütig zu. Das Buchstabenkürzel steht nämlich für Männergesangverein – das klang höchstens bei der Gründung vor 147 Jahren modern.

Freitag, 23.08.2019, 09:34 Uhr
Für ihr nächstes Frühjahrskonzert, bei dem sie unter dem Motto „Schlagerparade“ Hits aus den 70er und 80er Jahren auf die Bühne bringen, suchen die MGV-Sänger noch Verstärkung. Vor zwei Jahren widmeten sie sich bereits den 50er und 60er Jahren (kl. Foto).
Für ihr nächstes Frühjahrskonzert, bei dem sie unter dem Motto „Schlagerparade“ Hits aus den 70er und 80er Jahren auf die Bühne bringen, suchen die MGV-Sänger noch Verstärkung. Vor zwei Jahren widmeten sie sich bereits den 50er und 60er Jahren (kl. Foto). Foto: Bernd Schäfer

Viel mehr als den Namen hat der Chor heute aber nicht mehr mit den Gründungsvätern gemeinsam. „Wir haben unsere Musikgeschichte total neu geschrieben“, sagt der MGV-Vorsitzende Helmut Tegethoff . „Das Ännchen von Tharau und der Brunnen vor dem Tore kommen in unseren Liederbüchern nicht mehr vor.“

Stattdessen knöpfen sich die 44 Sänger immer wieder zeitgenössisches Liedgut vor, zuletzt bei der Udo-Jürgens-Revue beim Frühjahrskonzert. Denn auch wenn viele MGVler die 66 Jahre schon überschritten haben – in Sachen Musik fühlen sie sich noch gar nicht alt. Höchstens als Oldies... „Woodstock war vor 50 Jahren. Wer damals 18 war, ist heute auch schon 68“, rechnet Hans-Gerd Pauels vor.

Als nächstes werden Lieder von Chris Roberts, Jürgen Drews, Abba, Roland Kaiser und Howard Carpendale in den Notenmappen abgeheftet. Das Motto des nächsten Frühjahrskonzerts heißt nämlich: „Schlagerparade“. Entsprechend dreht sich dabei alles um Schlager der 1970er- und 80er-Jahre, die von Dieter Thomas Heck in der legendären ZDF-Hitparade vorgestellt wurden – die damals zum Samstagabend-Pflichtprogramm gehörte.

„Damit wollen wir auch jüngere ansprechen“, sagt Chorleiter Andreas Pauk und meint damit nicht nur das Publikum, sondern auch potenzielle neue Chormitglieder. „Auch wenn man bei uns mit unter 70 noch als jung gilt – das heißt nicht, dass nicht auch 35-Jährige gerne mitmachen können“, lacht Rolf Lammerding, der selbst noch zu den Chor-Küken gehört. Für den Einstieg eignen sich die nächsten Wochen ganz besonders gut: „Wir fangen gerade erst an, das neue Repertoire aufzubauen – es ist also noch keiner da, der einen Vorsprung hat, alle fangen gerade wieder bei Null an“, erklärt Andreas Pauk. Es sei auch durchaus möglich, das Schlagerparade-Konzert als Projekt anzusehen. „Niemand muss sich gleich für ewig an uns binden, man kann auch sagen, ich mache erstmal nur bis zum Konzert mit“, sagt Helmut Tegethoff. Das findet am 28. März nächsten Jahres statt, der Zeitraum ist also überschaubar. Wobei Rolf Lammerding überzeugt ist: „Wenn du einmal auf der Bühne Blut geleckt hast, dann machst du weiter.“ Die Proben finden immer mittwochs ab 20 Uhr in der Gaststätte Tümler an der Emsdettener Straße statt. Wer zum ersten Mal dort vorbeischaut, muss übrigens keine Angst haben, sich dort wie in einer Castingshow einer kritischen Jury stellen zu müssen. „Die erfahrenen Sänger nehmen die Neuen einfach zwischen sich – man ist sofort mittendrin“, verspricht Tegethoff.

Die wöchentlichen Proben hätten einen großen Vorteil: „Man kommt mal runter vom Sofa und unter Leute“, sagt Chorleiter Pauk. Und verspricht: „Wir singen nicht seit 50 Jahren die immer gleichen Sachen!“

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