Eine-Welt-Laden
Viel mehr als „nur“ Kaffee oder Tee

Steinfurt -

Den Erzeugern in der Dritten Welt einen Mindestpreis und eine Fair-Trade-Prämie bezahlen zu können – das ist Ziel des Teams des Eine-Welt-Ladens. Die WN schauten jetzt in der Einrichtung, die im evangelischen Gemeindezentrum in Burgsteinfurt beheimatet ist, vorbei. Das Sortiment, dass dort an fair gehandelten Produkten vorgehalten wird, ist breit gestreut.

Freitag, 30.08.2019, 15:36 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 14:42 Uhr
Ein nettes Gespräch gehört dazu: Nicht nur der Verkauf fair gehandelter Waren steht im Mittelpunkt, sondern auch der soziale Kontakt.
Ein nettes Gespräch gehört dazu: Nicht nur der Verkauf fair gehandelter Waren steht im Mittelpunkt, sondern auch der soziale Kontakt.

Die Stellenbeschreibung klingt verlockend: Nettes und engagiertes Team sucht Verstärkung für den Verkauf von hochwertigen, fair gehandelten Produkten. Eine gründliche Einarbeitung inklusive Verkostung des Warensortiments und freundliche Kunden werden garantiert. Kaufmännische Erfahrung ist nicht nötig, allerdings wird Interesse am Fair-Trade-Handel von den Bewerbern erwartet. Der zeitliche Aufwand sollte bei mindestens drei Stunden innerhalb von 14 Tagen liegen. Und der Lohn? Bei dieser Frage muss die Chefin des Burgsteinfurter Weltladens Ulrike Wanink lachen und erläutert: „Der Verkauf der fair gehandelten Produkte geschieht ehrenamtlich. Wir tun es, um den Menschen in der Dritten Welt einen Mindestpreis und eine Fair-Trade-Prämie bezahlen zu können. So unterstützen wir eine nachhaltige, soziale und ökologische Entwicklung von über 1,6 Millionen Kleinbauern und Plantagenarbeitern in 73 Ländern.“

Neben dieser „ideellen Vergütung“ mache der Job sehr viel Spaß und bringe jede Menge soziale Kontakte – auch durch die Lage des Weltladens im evangelischen Gemeindezentrum, berichtet Ulrike Wanink aus eigener Erfahrung. Die Konfession der Mitarbeiter spielt keine Rolle, Träger des Weltladens ist die Ökumenische Eine-Welt-Gruppe, die zahlreiche Kooperationen mit der Stadt und anderen Steinfurter Vereinen hat.

Neben den vier traditionellen Favoriten wie Kaffee, Tee, Schokolade und Wein bietet der Steinfurter Ableger auch kostbare Seifen, nachhaltige Einkaufsnetze oder trendige Upcycling-Taschen an. „Es gibt viel Laufkundschaft durch die Teilnehmer der Gruppen, die sich hier im Gemeindezentrum treffen. Die nutzen dann gerne die Gelegenheit, um ihren Kaffee, Tee und kleine Geschenke bei uns zu besorgen“, berichtet Ulrike Wanink.

An den beiden Öffnungsterminen zur Marktzeit geht es insgesamt lebhafter zu als am Donnerstagnachmittag. Dann ist Zeit, um neue Waren auszupreisen und die Regale aufzufüllen, was auch zu den Aufgaben der Mitarbeiter gehört. Und Fragen zu beantworten, wie heute die der Zeitungsreporterin.

Warum braucht der Weltladen personelle Verstärkung?, will diese wissen. Zum einen schlicht und einfach aufgrund altersbedingter Einschränkungen der langjährigen Mitglieder, erwidert die Weltladen-Leiterin. Zum anderen soll regelmäßig ein Stand auf den Steinfurter Märkten platziert werden, was wiederum mehr Personal erfordert. „Wer Lust auf eine sinnvolle Aufgabe, Freude an Geselligkeit, etwas Zeit und Verkaufstalent hat, sollte am besten zu unserem Teamtreffen am kommenden Montag um 19 Uhr ins evangelische Gemeindezentrum kommen“, lädt die Vorsitzende ein. Die Treffen, in denen der Dienstplan erstellt und ein Austausch über die Arbeit oder sonstige Themen stattfindet, finden jeden ersten Montagabend im Monat statt.

Zum Thema

Kontakt: ulrike-wanink@ekbf.de

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