Ausstellung „Bringing the Dead Sea to Life“ im Beifang-Haus eröffnet
Pinsel statt Zeigefinger

Burgsteinfurt -

„Bringing the Dead Sea to Life“ lautet der Titel einer Schau von Bernd Pöppelmann, die seit Sonntag im Kunstverein in Burgsteinfurt zu sehen ist. Laut und bunt ging es auf der Vernissage zu. Das große Interesse an den Bildern rührte sicher einmal vom Namen des Künstlers her, andererseits aber auch vom wachsenden Interesse am Klimaschutz in aller Welt.

Montag, 09.09.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 14:18 Uhr
Regina Hemker-Möllering, Bernd Pöppelmann, Renate Zöller und Klaus Meiers eröffneten die Ausstellung im Huck-Beifang-Haus.
Regina Hemker-Möllering, Bernd Pöppelmann, Renate Zöller und Klaus Meiers eröffneten die Ausstellung im Huck-Beifang-Haus. Foto: Rose

2017 war der Burgsteinfurter auf Einladung des ANF (Artists for Nature) mit anderen Künstlern nach Israel und Jordanien gereist. Der bedrohlich sinkende Wasserspiegel des Toten Meers stand im Mittelpunkt der Reise. Pöppelmann , ein bekannter Tier- und Landschaftsmaler nahm durch die dort veranstalteten Schülerworkshops Menschen und deren Lebensbedingungen wahr, genauso wie Tiere und Landschaften – und setzte seine Eindrücke künstlerisch um.

Der stellvertretende Bürgermeister Klaus Meiers stellte in seinem Grußwort die Bedeutung dieser Ausstellung heraus, die sich am Denkmaltag in besonderer Art mit der Umwelt beschäftige. Renate Zöller , die die Eröffnungsrede hielt, formulierte ein Stichwort: „Sehhilfe“. Dabei geht es darum, dass nicht nur die umwerfende, spektakuläre Landschaft in Szene gesetzt wird, sondern gleichfalls die bedrohliche Zerstörung von Schönheit und Leben in Israel und Jordanien. Dafür sollen die Betrachter in Europa sensibilisiert werden.

Der ANF organisiert ebenfalls Ausstellungen, bei denen Bernd Pöppelmann vertreten ist, deshalb sind zurzeit hauptsächlich Landschaftsbilder in Steinfurt zu sehen. In diesem Zusammenhang erklärte sie den Grund der Reise, „nämlich auf die Bedrohung der Natur und ihrer Lebewesen aufmerksam zu machen. Künstler bringen dazu Pinsel und Farbe statt eines erhobenen Zeigefingers mit.“

Durch die Brisanz der politischen Umstände ist das Tote Meer in Israel und auf der jordanischen Seite bedroht. Der Jordan, aus dem beide Länder Wasser schöpfen, sei zu einem Bach geworden.

So bietet die Schau in Burgsteinfurt viele kleinformatige, gerahmte Bilder mit menschenleeren, steinigen Landschaften. Auffallend ist das dominierende Gelb, mit dem der Künstler warnend auf die Zerstörung hinweist. Pöppelmann weist damit durch seine Aufmerksamkeit, wie Zöller es herausstellte, den Betrachter auf das Leiden der Umwelt hin. Die Bearbeitungsweise verhindert die bloße Wiedergabe von Eindrücken. Die Besucher werden an Mondlandschaften erinnert. Im Gegensatz dazu stehen blühende Oasen, dort, wo der Mensch erfolgreich das Land bearbeitet hat.

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Die Ausstellung „Bringing the Dead Sea to Life“ ist bis zum 13. Oktober samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr im Huck-Beifang-Haus, Hahnenstraße in Burgsteinfurt, zu sehen.

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