24 öffentlich geförderte Mietwohnungen in drei Gebäuden
Feierstunde an der Spinnereistraße

Borghorst -

24 Mietwohnungen, gefördert aus Mitteln des Bundes und der NRW-Bank, entstehen zur Zeit an der Spinnereistraße im Schatten des alten Gebrüder-Kock-Fabrikturms. Die Nachfrage zu diesen Wohnungen ist groß.

Donnerstag, 12.09.2019, 15:04 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 16:22 Uhr
Im Schatten des alten Fabrikturmes der ehemaligen Spinnerei Kock entstehen 24 Mietwohnungen, mit einer zurückhaltenden Architektur (kl. Foto) zu den anderen Häusern im Quartier.
Im Schatten des alten Fabrikturmes der ehemaligen Spinnerei Kock entstehen 24 Mietwohnungen, mit einer zurückhaltenden Architektur (kl. Foto) zu den anderen Häusern im Quartier. Foto: ka

Im Rahmen eines Rohbauabschlussfests konnten sich Nachbarn und Mitglieder des Rates am Mittwoch bei einer kleinen Feierstunde über den Baufortschritt informieren. Heinz Heitmann von der Firma Kock begrüßte dazu auch die Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Vertreter der Wohnbauförderung des Kreises Steinfurt, der NRW-Bank und Kreissparkasse sowie von der Kanzlei Vellmer-Kahl, die – genauso wie die Nachbarn – mit ihren Mitarbeitern besonders dem Baulärm ausgesetzt sind.

Dass in Steinfurt öffentlich geförderter Wohnraum gebaut werde, sei schon ein besonderer Anlass und auch ein Grund zu feiern, meinte Heitmann. Gleichzeitig stellte er den Stand der städtebaulichen Entwicklung an der Spinnereistraße vor. Er erinnerte an die vier Doppelhäuser, die hier in den 1920er Jahren für die Mitarbeiter der Firma Kock gebaut wurden. Diese Häuser seien leider nicht sanierungsfähig gewesen. Die Spinnereistraße habe einen dunklen Gassencharakter gehabt, abgegrenzt durch die noch vorhandene Mauer. Jetzt werden dort drei hochwertige Wohnhäuser mit je acht Wohneinheiten errichtet, wobei auf eine gehobene Architektur Wert gelegt werde. Die Familie Kock schaffe damit nach alter Tradition bezahlbaren Wohnraum mit öffentlicher Förderung.

Das Büro Terhechte und Höfker aus Rheine hatte die Planung übernommen und legte einen überzeugenden Entwurf für die Wohnhäuser vor. Die Wohnbauförderung des Kreises Steinfurt hielt das Projekt, auch wegen der Qualität der Planung und insbesondere wegen der Nähe zum Bahnhof, den kurzen Wegen zu den Bushaltestellen und des Lebensmittelmarktes in der Nachbarschaft für förderungswürdig. In einer Animation konnten die Besucher gut erkennen, wie sich die Spinnereistraße zu einer guten Adresse entwickeln kann. Angedacht ist ein weiteres Gebäude mit zehn Wohneinheiten. Dazu sind Gespräche mit der Verwaltung und Politik erforderlich.

Robert Höfker erklärte Einzelheiten zum Konzept der 24 Wohnungen. Man habe sich bemüht, die Architektur der Neubauten zurückhaltend zu den anderen Häusern im Quartier zu gestalten. Hochwertiges Bauen mit zum Beispiel ebenerdigen Zugängen und solarer Wassererwärmung seien die Ziele gewesen. Nach diesen kurzen Ausführungen konnten sich alle in den Gebäuden von der Qualität der Wohnungen überzeugen.

„Hut ab, das ist sehr schön geworden“, freute sich die Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer. Ihr Dank galt allen, die sich für hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum einbringen. Zum Schluss standen Getränke und ein kleiner Imbiss bereit, bei dem man die Gespräche mit den Architekten und Bauherren fortführen konnte.

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