Naturwissenschaftliche Räume an den Gymnasien werden auf einen neuen Stand gebracht
Großer Schritt nach vorne

Steinfurt -

Zwei Jahre lang konnten die Physikräume im Gymnasium Arnoldinum nur eingeschränkt genutzt werden – schuld war eine eher zufällig entdeckte Quecksilberbelastung.

Freitag, 13.09.2019, 17:00 Uhr
Die ausklappbaren Versorgungsleitungen der „Powerlifts“ ermöglichen es, den Physikraum auch als normales Klassenzimmer zu benutzen. Nach diesem Vorbild sollen auch die naturwissenschaftlichen Räume am Gymnasium Borghorst neu ausgestattet werden.
Die ausklappbaren Versorgungsleitungen der „Powerlifts“ ermöglichen es, den Physikraum auch als normales Klassenzimmer zu benutzen. Nach diesem Vorbild sollen auch die naturwissenschaftlichen Räume am Gymnasium Borghorst neu ausgestattet werden. Foto: Bernd Schäfer

Jetzt sind zwei Unterrichtsräume komplett neu eingerichtet, im dazwischen liegenden Raum der Physiksammlung muss noch einmal auf Quecksilberbelastung untersucht werden, bevor die Schränke wieder mit Geräten und Material bestückt werden können.

Vor seiner jüngsten Sitzung stattete der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport am Donnerstag dem Arnoldinum einen Besuch ab, um die neue Einrichtung zu „bewundern“: Die von der Decke klappbaren „Powerlifts“, die mit einem Handgriff verschiedene Versorgungsleitungen an jeden Tisch bringen, die energiesparenden LED-Deckenleuchten oder die interaktiven White­boards.

Die moderne Technik ist in der Steinfurter Schullandschaft ein großer Schritt nach vorne, Schulleiter Jochen Hornemann sieht das etwas nüchterner: „Das sollte heutzutage eigentlich nichts Besonderes mehr sein“, weist er auf den Standard von Schulen in anderen Städten hin.

Alle Maßnahmen zu bearbeiten, ist aufgrund des Personalmangels bei uns nicht leistbar.

Detlef Bogs

Insgesamt 54 Maßnahmen wurden seit Beginn des Programms „Gute Schule 2020“ im Jahr 2017 auf den Weg gebracht. 26 davon sind mittlerweile abgeschlossen, einige derzeit noch in Bearbeitung – einige wurden auch ganz zurückgestellt. „Alle Maßnahmen zu bearbeiten, ist aufgrund des Personalmangels bei uns nicht leistbar“, erklärte Detlef Bogs als Leiter des zuständigen Fachdienstes Zentrales Gebäudemanagement. „Deshalb haben wir einige Maßnahmen nach hinten geschoben.“

Um der Flut der Arbeit überhaupt Herr zu werden, sei bereits ein Architekturbüro als Unterstützung beauftragt worden. Angst, dass die vom Land auf vier Jahre verteilten 3,7 Millionen Euro Fördergelder verfallen könnten, müsste man aber nicht haben: „Wir haben vier Jahre Zeit, die Verwendung der Mittel nachzuweisen“, beruhigte Bogs die Ausschussmitglieder. Also bis zum Jahr 2024.

Unter den bereits abgeschlossenen Maßnahmen stellte er neben der Sanierung der Physikräume des Arnoldinums das Dach des Altbaus der Realschule am Buchenberg heraus. Dort sei aus einer Reparatur eine größere Sanierungsaktion geworden, die entsprechend mehr Zeit und Geld verschlang. Auf dem Schulgelände wurde die Zuwegung zum ehemaligen Standort der Container neu überplant und in eine Spielfläche umgewandelt. Die laut Bogs gut genutzt wird: „Es ist schön zu sehen, dass sie so gut angenommen wird.“

Aktuell werden die Physikräume im ersten Obergeschoss des Borghorster Gymnasiums vorbereitet, um sie später nach dem Burgsteinfurter Vorbild einzurichten und auszustatten.

Danach sollen auch die Räume für die Fächer Biologie und Chemie folgen. „In vielen Räumen stehen dort noch Originalmöbel aus der Zeit des Schulneubaus“, machte der Fachdienstleiter deutlich, dass die Renovierung dringend ist.

Schließlich wurde die Schule vor über 50 Jahren neu gebaut...

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6924618?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
So will das Münsterland die Raupenplage bekämpfen
Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können beim Menschen allergische Hautreaktionen auslösen.
Nachrichten-Ticker