„The Irish Quarter“ füllte die Stuhl-Tour-Location bis auf den letzten Platz
Wo der Rum auf Bäumen wächst

Borghorst -

„Irish Folk“ ist weltweit bekannt und beliebt. Auch in Steinfurt und Umgebung gibt es viele Fans dieses Genres, wie die „Stuhl-Tour“ am Freitag bewies. Die Formation „The Irish Quarter“ aus Rheine mit ihrem Special Guest Volker Leiß spielte inspirierend irische Tänze und Songs. Nicht alle Folk-Freunde fanden Platz im Verkaufsraum bei Reygers am Flaßkamp. Manche versuchten sogar durch das Fenster einen Blick auf die Musiker zu erhaschen, doch weil die Akustik fehlte, gaben sie dieses Vorhaben rasch auf. Für diejenigen, die das Glück hatten, ein Plätzchen für ihre mitgebrachten Stühle zu ergattern, wurde es ein wunderbarer Abend.

Sonntag, 15.09.2019, 14:48 Uhr
The Irish Quarter brachte Musik von der grünen Insel nach Borghorst. Mit dabei: Lokalmatador Volker Leiß, der Blockflöte spielte.
The Irish Quarter brachte Musik von der grünen Insel nach Borghorst. Mit dabei: Lokalmatador Volker Leiß, der Blockflöte spielte. Foto: nix

Bandmitglied Mike Hughes ist ein waschechter Ire aus Belfast. Als „native Speaker“ ist er besonders stark mit der populären Musik von der grünen Insel verbunden und kommentierte die Songs. Darunter waren viele mit den Irland-typischen Harmonien, die Romantik und Melancholie in einzigartiger Weise vereinen. Viele Songs haben einen mitreißenden Rhythmus. Andreas Lisse achtete mit seiner „Bodhran“-Rahmentrommel stets auf den richtigen Takt.

Hughes spielte abwechselnd virtuos Banjo und Mandoline. Letzteres Instrument bedarf besonderer Aufmerksamkeit und der Nordire war nie um einen Gag verlegen: „Wenn ein Gitarrist und ein Mandolinist von der Klippe ins Wasser springen, wer kommt zuerst unten an?“ Die Antwort: „Der Gitarrist, der Mandolinenspieler muss zweimal stehenbleiben und nachstimmen.“ Gut drauf waren auch Christian Pries an der Gitarre, Richard Kreimeier am Akkordeon und Peter Ricken an Geige und Gitarre. Lokalmatador Volker Leiß an der Blockflöte erntete wie alle anderen viel Applaus. Zahlreiche Refrains sang das Publikum begeistert mit.

Die Formation nahm ihre Zuhörer mit auf einen Streifzug durch die irische Klangwelt. Sie spielte traditionelle Tänze von „Reels“ über „Hornpipes“ bis hin zu Polkas. Manche davon hatten bereits die berühmten „Dubliners“ im Repertoire. So zum Beispiel „Wild Rover“, „Lord of the dance“ oder „Molly Malone“. Irische Lieder erzählen oft von unglücklicher Liebe zu Frauen, zu Irland oder gar zum Alkohol. Auch mystische Themen sind dabei wie in „The Fiddler’s Green“. Erzählt wird von einem Paradies, in dem die Rumflaschen auf Bäumen wachsen, wo es Freibier und nette Mädels gibt. Das gilt als hoffnungsfrohe Vorstellung für Seeleute, wenn ihre Zeit gekommen ist. Die Ehepaare Siefke, Rennie und Blees, Initiatoren der Stuhl-Tour, können einen weiteren Erfolg für sich verbuchen.

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