Projekt „Colored Station“
Neues Outfit kommt gut an

Burgsteinfurt -

Sein gruseliges Schmuddelimage kann der Bahnhofstunnel in Burgsteinfurt jetzt hinter sich lassen: Bunte Graffiti sorgen für ein neues Outfit und damit eine freundlichere Atmosphäre. Im Tunnel sind nun etwa ein Taucher auf einem Walfisch und das Steinfurter Stadtwappen zu sehen.

Sonntag, 22.09.2019, 19:00 Uhr
Akteure des Projektes „Colored Station“ bei der Einweihung am Sonntag vor dem Stadtwappen und der Burgsteinfurter Windmühle.
Akteure des Projektes „Colored Station“ bei der Einweihung am Sonntag vor dem Stadtwappen und der Burgsteinfurter Windmühle. Foto: nix

Der Bahnhofstunnel in Burgsteinfurt hat sein gruseliges Schmuddelimage hinter sich gelassen. Bunte Graffiti schaffen eine fröhliche Atmosphäre. Das Projekt „Colored Station“ fand ein glückliches Ende, am Sonntag feierten alle Beteiligten im „Jugendzentrum Talentschuppen“ eine Abschlussparty, bei der das neue Unterführungs-Outfit eingeweiht wurde.

Die Stadt Steinfurt, die Tafel, der Verein Dampfross, der Awo-Talentschuppen, der Türkisch-Islamische Kulturverein Ditib und der Kindertreff Kiste unterstützten das Vorhaben. „Ich las, dass es unter Graffiti-Sprayern einen Ehrenkodex gibt“, so Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, die sich für das Projekt besonders stark machte. Demnach werden professionell ausgeführte Graffiti-Kunstwerke nicht übersprüht.

Die Bahn wurde mit ins Boot geholt und die Verschönerungsaktion begann. Streetworker Jan Steinmüller knüpfte die Kontakte zum Burgsteinfurter Graffiti-Künstler Jan Fietz und vielen anderen jungen Akteuren. Sie nahmen ihre Spraydosen in die Hand und machten sich ans Werk. Ob nun ein Taucher auf einem Walfisch reitet, ein hübscher Meisenvogel von der Seitenwand auf Passanten schaut oder auch das Steinfurter Stadtwappen abgebildet ist, es macht wieder Spaß, den Tunnel zu benutzen.

Der Nordwalder Klaus Uhlenbrock zeigte seine Filmdokumentation des Projektes, die er mit Jugendlichen in einem eigenen Projekt drehte. „Die Graffiti kommen unglaublich gut bei der Bevölkerung an“, betonte die Bürgermeisterin am Sonntagmittag. „Ich höre so viele tolle Rückmeldungen. Es ist fantastisch.“ Nun harren weitere triste Ecken der Stadt ihrer optischen Aufwertung.

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