Sturmtief „Mortimer“
Umgekippte Bäume behinderten Bahnverkehr

Borghorst -

Stürmische Nacht mit Folgen: Am Montagmorgen blockierten zwei umgekippte Bäume zwischen Burgsteinfurt und Borghorst die Bahnstrecke. Ein Lokführer erkannte die Situation zu spät.

Montag, 30.09.2019, 09:09 Uhr
Die Feuerwehr beseitigte am Montagmorgen zwei umgestürzte Bäume von der Bahnstrecke Münster-Enschede.
Die Feuerwehr beseitigte am Montagmorgen zwei umgestürzte Bäume von der Bahnstrecke Münster-Enschede. Foto: Jens Keblat

Nach dem Unwetter in der Nacht zum Montag musste die Bahnstrecke Münster-Enschede am frühen Montagmorgen für rund drei Stunden gesperrt werden. Zwei Bäume waren auf das Gleis gestürzt, die freiwillige Feuerwehr hatte es schwer, an die Gefahrenstelle heranzukommen.

Als die freiwillige Feuerwehr am Montagmorgen um 7.03 Uhr alarmiert wurde, lagen die beiden Bäume nach Angaben der Deutschen Bahn offenbar bereits eine gute Stunde auf dem Gleis der Strecke Münster-Enschede mitten in der Vegetation zwischen Burgsteinfurt und Borghorst. Am frühen Montagmorgen eine mit Fahrgästen besetzte Regionalbahn (RB 64) die Gefahrenstelle noch passiert und war dabei leicht beschädigt worden. Weil die Bäume hinter einer Kurve auf das Gleis gestürzt waren und Züge einen erheblichen Bremsweg haben, konnte der Lokführer offenbar nicht mehr reagieren und den Dieseltriebzug rechtzeitig stoppen.

Mindestens eine größere Klappe aus GFK-Material sowie die Abdeckung für Funkantennen rissen ab. Die Fahrt endete für die Bahnreisende danach im Bahnhof Borghorst, es wurde kurzerhand ein Schienenersatzverkehr innerhalb Steinfurts mit rund 30 Taxi-Transfers zwischen den beiden Bahnhöfen Burgsteinfurt und Borghorst eingerichtet.

Umgestürzte Bäume auf Bahnstrecke bei Borghorst

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  • Am Montagmorgen rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz an der Bahnstrecke Münster-Enschede aus.

    Foto: Jens Keblat
  • Zwischen den Bahnhöfen Burgsteinfurt und Borghorst waren wegen des Sturms zwei Bäume auf die Gleise gekippt.

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  • Eine Regionalbahn hatte das Hindernis zu spät gesehen und fuhr durch die umgestürzten Bäume.

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  • Die Regionalbahn der Linie RB 64 wurde dabei leicht beschädigt.

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  • Drei Stunden lang dauerte es, bis die Bahnstrecke wieder frei war.

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  • Mehrere hundert Meter Fußmarsch über einen matschigen Acker: Die freiwillige Feuerwehr hatte es schwer, an die Gefahrenstelle heranzukommen. 

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  • Weil die abgeknickten Bäume unter Spannung standen, brauchten die Wehrleute längere Zeit zum Entfernen. 

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  • DB Regio richtete einen Schienenersatzverkehr zwischen Borghorst und Burgsteinfurt ein.

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  • Gegen 9 Uhr wurde der Einsatz beendet. 

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  • Die Streckensperrung wurde kurz darauf wieder aufgehoben. 

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Währenddessen hatte es die freiwillige Feuerwehr nicht einfach: Selbst der kürzeste Fußweg zu den Bäumen bedeutete für die eingesetzte Gruppe einen mehrere hundert Meter langen Fußmarsch mit tragbaren Geräten über einen matschigen Acker und entlang des Gleises. Weil die abgeknickten Bäume unter Spannung standen, brauchten die Wehrleute längere Zeit zum Entfernen der beiden Laubbäume.

„Nach circa 30 Minuten waren die Bäume dann entfernt“, sagte Sven Kauling von der Feuerwehr vor Ort. Gegen 9 Uhr konnte der Einsatz beendet werden, die Streckensperrung wurde kurz darauf ebenfalls wieder aufgehoben. Personen kamen durch diese Unwetterfolgen nicht zu Schaden.

Feuerwehr-Einsätze im Münsterland

Wetterbedingte Einsätze gab es in der Nacht von Sonntag auf Montag schwerpunktmäßig vor allem im Kreis Steinfurt. Insgesamt acht Mal musste die Feuerwehr ausrücken, weil Bäume zumeist auf Straßen gekippt waren - wie in Westerkappeln, Ibbenbüren, Hopsten, Ochtrup und Greven. In Hörstel hatte sich ein Baum in einem Telegrafenmast „verfangen“ und drohte ebenfalls auf die Straße zu stürzen. Verletzt wurden bei allen Vorfällen keine Personen.Während im Stadtgebiet Münster nur ein „Baum-Einsatz“ am Hiltruper See gemeldet wurde, blieb es in den Kreisen Warendorf, Coesfeld und Borken ruhig – die Feuerwehren hatten dort keine wetterbedingten Einsätz zu absolvieren.

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