Brand auf Hof in der Bauerschaft Ostendorf
Großfeuer hält rund 100 Einsatzkräfte auf Trab

Borghorst -

Ein verheerendes Feuer hat am späten Freitagabend auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Bauerschaft Ostendorf immensen Schaden angerichtet. Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK und THW sowie ein Abbruchunternehmen waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

Samstag, 12.10.2019, 11:32 Uhr aktualisiert: 12.10.2019, 11:51 Uhr
Brand auf Hof in der Bauerschaft Ostendorf: Großfeuer hält rund 100 Einsatzkräfte auf Trab
Die in Brand geratene Tenne war nicht freistehend, sondern befand sich zwischen dem Wohnhaus und einer weiteren Scheune. Foto: Jens Keblat

Bereits bei der ersten Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr um 21.15 Uhr waren Feuerschein und Rauch über Ostendorf weithin sichtbar, „sodass wir Vollalarm für beide Löschzüge in Borghorst und Burgsteinfurt gegeben haben“, sagte Rainer Frahling , der stellvertretende Wehrführer und Einsatzleiter, in der Nacht zum Samstag vor Ort an der Brandstelle.

Frahling berichtete weiter: „Gemeldet war ein Vollbrand eines Bauernhofes – Stallung in Vollbrand. Beim Eintreffen hat sich dieses Bild auch tatsächlich dargestellt.“ Kurzerhand entwickelte sich die Lage folglich zu einem Großeinsatz: „Wir sind mit den ersten Maßnahmen, nachdem klar war, dass keine Menschen und Tiere mehr im Gebäude sind, angefangen.“ Das Problem bei diesem Einsatz: Die hauptsächlich in Vollbrand geratene Tenne war nicht freistehend, sondern ein Mittelteil zwischen dem Wohnhaus und einer weiteren Scheune. Das nächste Problem: die Wasserversorgung. Frahling: „Wir haben eine Wasserversorgung über längere Wegstrecken aufbauen müssen.“ In der Anfangsphase standen den Wehrleuten noch Abrollbehälter mit Löschwasser zur Verfügung, auch ein Löschteich war direkt am Ort. Doch um ausreichend Wasser an der Einsatzstelle zu haben, mussten die Wehrleute eine Schlauchleitung zu einem weiter entfernten Hydranten verlegen.

Großbrand in der Bauerschaft Ostendorf

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  • Ein verheerendes Feuer hat am späten Freitagabend auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Bauerschaft Ostendorf immensen Schaden angerichtet.

    Foto: Jens Keblat
  • Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK und THW sowie ein Abbruchunternehmen waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

    Foto: Jens Keblat
  • Wie es zu dem Brand und der schnellen Brandausbreitung kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar.

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  • Auch zur Schadenshöhe sind noch keine Angaben möglich.

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  • Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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„Mithilfe von Werfern und mehreren C-Rohren haben wir dann eine Riegelstellung aufgebaut – zu dem Wohnhaus und zur Stallung“, so Frahling weiter. Glücklicherweise habe man die beiden übrigen Teile des Komplexes dadurch auch halten können. „Wir haben so größeren Schaden an dem Wohnhaus vermeiden können“, zeigte sich Frahling spät in der Nacht mit der Leistung der Wehrleute hochzufrieden. Zu diesem Zeitpunkt war die Steinfurter Wehr bereits unter anderem von etlichen Kräften aus Nordwalde und Emsdetten unterstützt worden. Zusätzlich sorgten Wehrleute aus Wettringen für einen Nachschub an Atemschutzgeräten, die beiden Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes wurden für die Verpflegung aller Einsatzkräfte eingesetzt und auch das Technische Hilfswerk aus Rheine war längere Zeit vor Ort.

Frahling erklärte, warum: „Dadurch, dass das Gebäude und der Dachstuhl stark beschädigt waren, haben wir uns noch mal Rat eingeholt, ob die Giebelwände der Scheune und der Tenne so stehen bleiben können, und deshalb die Fachberatung des THW hinzugenommen.“ Schließlich habe man sich dazu entschieden, mithilfe des Baggers eines Abbruchunternehmens den Giebel der Tenne einzureißen, um an das Innere zu gelangen.

Brandursache noch völlig unklar

Während der langwierigen Löscharbeiten hatte die Feuerwehr auch immer wieder mit dem Wind und dem damit verbundenen Funkenflug zu kämpfen. Gegen 4 Uhr am Samstagmorgen war der Großeinsatz mit rund 100 Kräften beendet. Wie es zu dem Brand und der schnellen Brandausbreitung kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Auch zur Schadenshöhe sind noch keine Angaben möglich. Nach Informationen der Feuerwehr waren in der Tenne landwirtschaftliche Geräte und möglicherweise auch Fahrzeuge gelagert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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