Studierendenwohnanlage am Bahnhof
Sämtliche 54 Wohnungen schon vergeben

Burgsteinfurt -

Derzeit werden noch Restarbeiten im Außenbereich erledigt - ansonsten aber ist es fertig, die aus zwei Komplexen bestehende neue Studierendenwohnanlage am Bahnhof zwischen dem Kindergarten Kalkwall und dem Ärztehaus. Das Ziel der Bauherrin, die Bauunternehmung Arning, die 54 Wohnungen rechtzeitig vor dem Wintersemester auf den Markt zu bringen, ist erreicht. Und nicht nur das: Sämtliche Wohnungen sind auch bereits vermietet, wie Geschäftsführer Marc Arning auf Anfrage erklärt.

Dienstag, 15.10.2019, 16:28 Uhr
Studentisches Wohnen am Steinfurter Bahnhof: Die von der Firma Arning erstellt neue Wohnanlage ist fertig. Energetisch sind die beiden Gebäude auf modernstem Stand, sie erfüllen den KfW-40-Plus-Standard.
Studentisches Wohnen am Steinfurter Bahnhof: Die von der Firma Arning erstellt neue Wohnanlage ist fertig. Energetisch sind die beiden Gebäude auf modernstem Stand, sie erfüllen den KfW-40-Plus-Standard. Foto: Ralph Schippers

Für ihn ist es besonders die Lage direkt am Bahnhof und nahe des Campus, die die Wohnungen für Studenten so attraktiv macht. Und der Geschäftsführer sieht im studentischen Wohnen in Steinfurt weiteres Potenzial. „Wir würden wohl noch weitere Objekte bauen, aber es gibt keine passenden Grundstücke“, beschreibt er die Situation.

Das Studierendenwerk Münster hat am Standort Steinfurt derzeit keine Ambitionen, weiteren Wohnraum zu schaffen – obwohl das in seiner Trägerschaft an der Stegerwaldstraße betriebene Wohnheim zu 100 Prozent belegt ist, wie Katrin Peter vom Referat Marketing und Öffentlichkeitsarbeit auf Anfrage mitteilt. Mehr noch: 83 Einträge weist aktuell die Warteliste auf, die für den Standort geführt wird. Die Unterkünfte sind sehr schlicht, aber trotzdem begehrt, weil sie direkt an der FH gelegen sind und relativ preisgünstigen Wohnraum bieten. Am günstigsten ist das möblierte Einzelzimmer zu haben: Die monatliche Miete für gut zwölf Quadratmeter beträgt 241 Euro. „Bewerber müssen rund ein halbes Jahr warten, bis sie einen Platz bekommen“, weiß die Studierendenwerk-Mitarbeiterin.

Am Hauptstandort Münster ist die Situation wesentlich angespannter. Dort gehen regelmäßig Notrufe von Studierenden ein, die befürchten, zu Semesterbeginn auf der Straße übernachten zu müssen, berichtet Katharina Kipp von der Pressestelle der FH. Wie eng der Wohnungsmarkt in der Uni-Stadt ist, zeigt auch die Tatsache, dass Marc Arning in seinem neuen Wohnheim am Steinfurter Bahnhof auch einige Wohnungen an junge Leute vermietet hat, die in Münster studieren und täglich pendeln.

Die Arning-Immobilie am Bahnhof stellt die in den jüngeren Jahren größte Investition zur Schaffung studentischen Wohnraums in Steinfurt dar. In unmittelbarer Nachbarschaft hatte zuvor bereits der Ochtruper Unternehmer Tobias Volkery ein Appartementhaus mit 16 Wohnungen errichtet. Am Standort Stegerwaldstraße erweiterte zwischenzeitlich zudem der Familien-Wirtschaftsring Münster das seit 2012 bestehenden Wohnheim auf 63 Einheiten. Zahlreiche weitere kleinere Investitionen von privater Hand kamen ergänzend hinzu.

Das freut auch die Stadt. „Jeder Student, der in Steinfurt nicht nur studiert, sondern auch hier wohnt, ist eine Bereicherung“, sagt Stefan Albers. Weitere anstehende größere Investitionen seien ihm aber nicht bekannt, so der Fachdienstleiter Stadtplanung und Bauordnung im Gespräch mit dieser Zeitung.

Ob das so bleibt? Noch ist es nur ein kleiner Teil von rund zehn Prozent der Studierenden, der eine Studentenbude in der Kreisstadt hat. Insofern gibt es viel Potenzial. Auf der anderen Seite scheint der seit Jahren andauernde Anstieg der Studierendenzahlen erst einmal vorüber zu sein. Wie aus der aktuellen Statistik von IT.NRW hervorgeht, haben sich an der FH Münster im vergangenen Wintersemester 1980 Studienanfänger neu eingeschrieben. Im Wintersemester zuvor waren es noch 2217 gewesen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7002511?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Negativrekord statt Befreiung: Preußen Münster spielt 1:1 gegen Eintracht Braunschweig
Die Megachance nach wenigen Sekunden: Heinz Mörschel (beim Schuss) und Luca Schnellbacher hatten hier kein Glück.
Nachrichten-Ticker