Weiterhin Beschwerden über Preise und Organisation
Steinfurter fremdeln mit dem Wertstoffhof

Steinfurt -

Der neue Wertstoffhof hat schon ein Zeitchen geöffnet. So ganz scheinen die Steinfurter mit der Einrichtung aber noch nicht zufrieden zu sein.

Montag, 04.11.2019, 16:54 Uhr
Die Drängelei an der Waage ist einer der Kritikpunkte der Steinfurter, die ihren Abfall am Wertstoffhof abgeben wollen.
Die Drängelei an der Waage ist einer der Kritikpunkte der Steinfurter, die ihren Abfall am Wertstoffhof abgeben wollen. Foto: Schippers

Es sind Besuche wie diese, die die Steinfurter mit dem neuen Wertstoffhof an der Carl-Benz-Straße fremdeln lassen: Er hatte ein Tütchen Restmüll im Auto, geschätzt keine zwei Kilo schwer. Partymüll, der nach der Geburtstagsfeier vom Vortag nicht mehr in die Restmülltonne passte und gemessen an den Kilos von Auto samt Fahrer das Gesamtgewicht im Promille-Bereich nach oben drückte. Die junge Frau am Empfang bestand trotzdem auf den Besuch der Waage. Ihre Antwort auf die Frage nach den Kosten: „Wenigstens 4,50 Euro.“ Was den Steinfurter dazu brachte, den Rückwärtsgang einzulegen und das Säckchen in der eigenen Garage zwischenzulagern.

Bei Facebook und Co. findet nach wie vor ein reger Austausch über Preise und Organisation am Wertstoffhof statt. Und auch bei Abfallberater Kurt Enting landen häufiger Beschwerden über die Abfall-Anlaufstation in Burgsteinfurt.

Er kann aber nur an den Betreiber, die Firma Kockmann in Ochtrup, verweisen: „Die Stadt ist nicht verantwortlich für den Wertstoffhof und kann deswegen auch keinen Einfluss nehmen.“

Generell, betont Enting, seien die verlangten Preise aber marktgerecht. „Bislang war es wohl so, dass die Steinfurter günstiger davongekommen sind“, vermutet der Abfallberater. Er rät – wie schon bei einer vorangegangen Anfrage dieser Zeitung– zum Preisvergleich. Als Alternative böte sich die Deponie in Altenberge an. Kurt Enting hofft darauf, dass sich nach einer Eingewöhnungsphase die Steinfurter mit der Einrichtung anfreunden. Und vielleicht könne organisatorisch das ein oder andere noch nachjustiert werden. Wie zum Beispiel das Pkw-Gedränge vor und hinter der Waage.

Bei Kockmann in Ochtrup wollte Dominik Düker nicht noch einmal Stellung nehmen zu den Beschwerden. Das habe das Unternehmen bereits im Rahmen früherer Berichterstattungen gemacht. Düker wörtlich: „Wenn Bürger Fragen haben, beantworten wir die gerne im persönlichen Gespräch.“

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