CDU-Fraktion bringt neue Ideen gegen Leerstände
Innenstadtbelebung durch Citymanagement

Steinfurt -

Die CDU-Fraktion möchte die durch zunehmenden Leerstand geprägten Innenstädte in den Ortsteilen durch professionelles Know-how beleben und schlägt vor, einen Citymanager einzustellen.

Samstag, 09.11.2019, 07:00 Uhr
Wollen gemeinsam an einem Strang ziehen: Vertreter der Werbegemeinschaften, von SMarT und der CDU-Ratsfraktion.
Wollen gemeinsam an einem Strang ziehen: Vertreter der Werbegemeinschaften, von SMarT und der CDU-Ratsfraktion. Foto: CDU

Die CDU-Fraktion möchte die durch zunehmenden Leerstand geprägten Innenstädte in den Ortsteilen durch professionelles Know-how beleben und schlägt vor, einen Citymanager einzustellen. Zu seinen Aufgaben würden unter anderem die Beratung von privaten Akteuren, Immobilieneigentümern und Gewerbetreibenden sowie das Geschäftsflächenmanagement gehören, zusätzlich die Abstimmung und Bündelung von Aktivitäten, heißt es in einer Pressemitteilung der Christdemokraten.

„Hauptziel sollte die Stärkung des Standortes für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen sein“, wird Fraktionschef Norbert Kerkhoff in der Mitteilung zitiert. Dies könne dazu beitragen, Arbeitsplätze und Kaufkraft vor Ort zu binden, die Steuereinnahmen der Stadt zu steigern sowie den Leerstand von Gebäuden zu beseitigen.

Konkret bringt die CDU die Idee der Etablierung so genannter Pop-Up-Stores ein. Es handele sich um temporäre Läden, die auf überraschende und kostengünstige Weise Produkte inszenieren, um die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zu ziehen.

Der Citymanager könnte auch einen Verfügungsfond bekommen, so Kerkhoff weiter. Das Instrument ziele darauf, privates Engagement und Finanzressourcen für die Erhaltung und Entwicklung der Innenstadtbereiche zu aktivieren. Für jeden Euro, der von privater Seite für die Verschönerung der Innenstadt ausgegeben wird, könnte die Stadt einen Anteil dazulegen.

Bei dem Fraktionstreffen im Rathaus hatte Uli Ahlke zudem nochmals die Idee des Wirtschaftsforums Steinfurt als zentrales Marketinginstrument vorgestellt. Der frühere Leiter des Amtes für Nachhaltigkeit und Klimaschutz des Kreises brachte auch gleich einige Unterstützer mit, die bereit sind, sich einzubringen – darunter Gudrun Sestendrup, Berthold Probst sowie Ideengeber Oliver Palstring von den Werbegemeinschaften und SMarT-Geschäftsführerin Marion Niebel.

Ahlke bezeichnete Steinfurt als eine Stadt mit viel Potenzial. Es gebe drei Stadtteilbahnhöfe, eine recht gute Verkehrsinfrastruktur, ein gut ausgebautes Radwegenetz, erstklassige Einkaufsmöglichkeiten, den Bagnopark, ein vielfältiges Angebot an Schulen und Kindergärten, ein Krankenhaus sowie preiswerten Wohnraum für alle Schichten und Ansprüche. Dieses Angebot müsse allerdings in der Zukunft noch optimiert werden.

Als Problem identifizierte Ahlke den mangelnden Zulauf zu den Märkten, besonders in Borghorst, sowie die vielen Leerstände in den Innenstädten. Es sei deshalb nötig, alle Kräfte zu bündeln und sich diesem Problem mit neuer Kraft zu widmen. Die Werbegemeinschaften und SMarT müssten mit den Unternehmen und der Wirtschaftsförderung in die Offensive gehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7051152?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
„Mutti, mag ich Gouda?“
Atze Schröder im Interview: „Mutti, mag ich Gouda?“
Nachrichten-Ticker