Gemeinsamer Antrag der Ratsfraktionen
Rückendeckung für Seniorenbeirat

Steinfurt -

Im kommunalpolitischen Tagesgeschäft ist das eine Seltenheit: ein von allen Fraktionen des Rates – mit Ausnahme der Linken – , unterzeichneter Gemeinschaftsantrag an die Verwaltung. Das Schreiben ist durchaus als erhobener Zeigefinger zu verstehen: Hallo, liebe Verwaltung, so bitte nicht!

Dienstag, 12.11.2019, 20:00 Uhr
Im Nachbarort Altenberge gibt es bereits die vom Seniorenbeirat vorgeschlagenen Urnenstelen. Das Gremium hat sich jetzt mit den Ratsfraktionen getroffen und um Unterstützung gebeten.
Im Nachbarort Altenberge gibt es bereits die vom Seniorenbeirat vorgeschlagenen Urnenstelen. Das Gremium hat sich jetzt mit den Ratsfraktionen getroffen und um Unterstützung gebeten. Foto: mas

Norbert Kerkhoff , der als CDU-Fraktionschef den Brief an die Bürgermeisterin geschrieben hat, drückt sich natürlich gewählter aus. So ist auf Seite zwei des Antrags von „zukünftig in angemessener Form behandeln und berücksichtigen“ die Rede. CDU , SPD, FWS, FDP, GAL und Grüne springen für den Seniorenbeirat in die Bresche, der sich für einige Projekte mehr Unterstützung aus dem Rathaus wünscht, wie die Mitglieder bei einer gemeinsamen Sitzung mit Vertretern der Ratsfraktionen erläuterten.

Wie Beiratsvorsitzende Elisabeth Rüve bedauert, gibt es Anliegen ihres Gremiums, die seit zwei Jahren bei der Verwaltung auf Umsetzung warten: „Das dauert und dauert.“ Beispiel Urnenstelen. Die Verwaltung habe dem Seniorenbeirat zugesagt, diese Bestattungsform in Steinfurt anzubieten. Bei der Sitzung mit den Fraktionen machten die auch noch mal deutlich, dass sie dieses Anliegen ausdrücklich unterstützen. Darum soll es, wie in dem Gemeinschaftsantrag gefordert wird, möglichst bald in den zuständigen Ausschüssen des Rates beraten werden.

Seniorenbänke aufstellen

Der Wunsch des Seniorenbeirates, weitere Bänke mit höheren Sitzflächen in der Stadt aufzustellen, ist vor eineinhalb Jahren an die Verwaltung gerichtet worden. Der entsprechende Antrag datiert vom 24. April 2018. Bei diesem Punkt gab es ebenfalls Rückendeckung von der Politik: möglichst schnell einführen.

Dauerthema in der Seniorenvertretung ist die Burgsteinfurter Altstadt mit ihrem Kopfsteinpflaster, das für Gehbehinderte, Mütter mit Kinderwagen und Rollatornutzer Gefahren birgt. An einigen Stellen ist nach Darstellung des Beirates eine Querungshilfe angelegt worden. Was allerdings noch fehle, sei ein eingeebneter Weg zwischen Schloss und Marktplatz.

Konzept für die Altstadt

Norbert Kerkhoff erinnert in diesem Zusammenhang an eine gemeinsame Begehung der Altstadt mit dem Technischen Beigeordneten Hans Schröder. Bei dieser Gelegenheit sei über die Bedeutung der Burgsteinfurter City für die Stadt gesprochen worden. Der Baudezernent habe versprochen, ein Konzept zu erstellen, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. „Die Anregungen des Seniorenbeirates sind dabei zu berücksichtigen“, heißt es in dem Gemeinschaftsantrag wörtlich.

Urnenstelen, Bänke und Querungshilfen sollen möglichst zügig in den entsprechenden Fachausschüssen beschlossen werden, fordert die Ratsmehrheit. Dazu soll die Verwaltung für jeden Beratungspunkt eine Vorlage erstellen.

An vielen Stellen klappt es

Beiratsvorsitzende Elisabeth Rüve ist es darüber hinaus aber wichtig, die Zusammenarbeit mit der Verwaltung auch zu loben. „An vielen Stellen klappt das ganz erfreulich.“

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