Evangelische Jugendhilfe verabschiedet Geschäftsführer Gerd Dworok in den Ruhestand
„Plan B“ war ihm stets wichtig

Steinfurt -

Zum Abschied gab es einen großen Bahnhof: Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Saal der Bagno-Gaststätte, als Gerd Dworok am Freitag in den wohlverdienten Ruhestand entlassen wurde. Die Anwesenheit von gleich drei amtierenden Bürgermeistern sowie zwei Superintendenten der Evangelischen Kirche zeigten, dass mit dem altersbedingten Ausscheiden des Geschäftsführers auch eine Ära bei der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland zu Ende ging.

Freitag, 15.11.2019, 16:30 Uhr
Stühlerücken bei der Evangelischen Jugendhilfe: Gerd Dworok (M.) wurde in den Ruhestand verabschiedet, Karin Beckmann und Egbert Große Ahlert als seine Nachfolger vorgestellt.
Stühlerücken bei der Evangelischen Jugendhilfe: Gerd Dworok (M.) wurde in den Ruhestand verabschiedet, Karin Beckmann und Egbert Große Ahlert als seine Nachfolger vorgestellt. Foto: rs

Zugleich bedeutete die Feier aber auch einen Neuanfang: So stellte Hans-Hermann Wolf in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Diakonieverbunds die Nachfolger des 66-Jährigen vor. Die pädagogische Leiterin Karin Beckmann und Dworoks Stellvertreter Egbert Große Ahlert werden gemeinsam zum neuen Jahr in die Fußstapfen ihres Vorgängers treten.

Zuvor war in mehreren Reden, unter anderem gehalten von Wolf selbst sowie von Friedhelm Gruhler als Vertreter der Fachlichkeit, deutlich geworden, wie sehr der Neu-Ruheständler in mehr als einem Vierteljahrhundert als Geschäftsführer die Evangelische Jugendhilfe Münsterland geprägt hat. Es sei ihm gelungen, einen modernen Jugendhilfeträger aufzubauen, lobten die Redner. Dabei sei ihm stets zentrales Anliegen gewesen, die vielfältigen Angebote der Nutzer und Partner weiterzuentwickeln.

Die Moderation der Feier übernommen hatte Prof. Dr. Martin Klein von der Katholischen Hochschule NRW, der auch eine kleine Interviewrunde mit dem zu Verabschiedenden und einigen seiner Weggefährten führte. Es sei ihm auch in schwierigen Situation gelungen, stets nicht nur die Übersicht zu behalten, sondern zugleich Ruhe und Zuversicht auszustrahlen, stellte der Professor als eine der herausragendsten Fähigkeiten Dworoks heraus. Letzterer betonte in seiner Abschiedsrede, dass es ihm wichtig gewesen sei, immer auch über alternative Lösungswege nachzudenken. „Das war in der Tat mein mentales Lebensmodell“, betonte er.

Als Abschiedsgeschenk erhielt er unter anderem vom Leitungsteam ein individuell angefertigtes Gemälde sowie von den Mitarbeitern ein mit Hilfe eines professionellen Fotografen erstelltes Fotobuch.

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