„Friedensbotschaft II“
Starkes Zeichen mit 100 Holztauben

Steinfurt -

Die mit dem 5. Steinfurter Geschichtstagen verbundene Friedensbotschaft von zwei, in der Werkstatt der Evangelischen Jugendhilfe gefertigten überdimensionalen Friedenstauben aus Holz (wir berichteten), wird mit einer symbolkräftigen zweiten Aktion fortgesetzt. Schüler der sechsten Klassen des Gymnasiums Arnoldinum, der Jahrgangsstufen 8 und 9 der Schule am Bagno und des zehnten Jahrgangs der Realschule Burgsteinfurt haben rund 100 Sperrholzrohlinge in kleinerem Format gestaltet.

Freitag, 15.11.2019, 16:32 Uhr
Udo Röllenblech, Claudia Bögel-Hoyer, Dr. Peter Krevert und Peter Kücking an der Gedenkstätte der zerstörten Synagoge in der Kautenstege. In der dortigen Baumgruppe sollen am Freitag rund 100 bunte Holztauben die Bevölkerung aufrufen, den Frieden zu bewahren.
Udo Röllenblech, Claudia Bögel-Hoyer, Dr. Peter Krevert und Peter Kücking an der Gedenkstätte der zerstörten Synagoge in der Kautenstege. In der dortigen Baumgruppe sollen am Freitag rund 100 bunte Holztauben die Bevölkerung aufrufen, den Frieden zu bewahren. Foto: Drunkenmölle

Die mit dem 5. Steinfurter Geschichtstagen verbundene Friedensbotschaft von zwei, in der Werkstatt der Evangelischen Jugendhilfe gefertigten überdimensionalen Friedenstauben aus Holz (wir berichteten), wird mit einer symbolkräftigen zweiten Aktion fortgesetzt. Schüler der sechsten Klassen des Gymnasiums Arnoldinum, der Jahrgangsstufen 8 und 9 der Schule am Bagno und des zehnten Jahrgangs der Realschule Burgsteinfurt haben rund 100 Sperrholzrohlinge in kleinerem Format gestaltet. Sie sollen in die fünf Bäume gehängt werden, die den Gedenkstein an die im November 1938 zerstörte Burgsteinfurter Synagoge in der Kautenstege säumen. Damit verbunden ist eine kleine Gedenkfeier, zu der alle Beteiligten die ganze Bevölkerung am Freitag (22. November) um 11 Uhr einladen. Udo Röllenblech vom Europe Direct Center des Kreises Steinfurt wird darüber sprechen, was es bedeutet, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.

Als Schirmherrin der Geschichtstage, die sich in diesem Jahr dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren widmeten, war eigens Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer zur Vorstellung dieser „Friedensbotschaft II“ gekommen, um der Aktion noch mehr Gewicht und dem Ziel noch mehr Aufmerksamkeit zu verleihen, mit vergleichbaren Aktionen das Bewusstsein der Steinfurter für ihre Stadthistorie zu wecken. „Das wird leider manchmal doch sehr vernachlässigt“, bedauerte Bögel-Hoyer. Sie sprach von einem starken Zeichen, einer tollen Symbolik und davon, wie wichtig die generationsübergreifende Auseinandersetzung für das Zusammenleben ist.

„Eine so große Beteiligung junger Menschen haben wir bei den vergangenen Geschichtstagen noch nicht erlebt“, zollte Dr. Peter Krevert, Initiator dieser Reihe, den jungen Leuten für ihre Mitwirkung großen Respekt. Es sei durchaus eine große Herausforderung für die Schüler gewesen, beschrieb Peter Kücking von der Evangelischen Jugendhilfe den Prozess, wie die Jugendlichen mit der Thematik auseinandergesetzt hätten. Ob militärischer, sozialer, innerer oder familiärer Frieden, der Begriff sei weit gefasst. Das würden auch die Arbeiten widerspiegeln. Kücking ist überzeugt, die 100 Friedenstauben werden nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine inhaltliche Botschaft vermitteln.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7067808?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Kampf gegen Plastikfolie und Einwegbecher
Einwegverpackungen sollen reduziert werden.
Nachrichten-Ticker