Schöffengericht verurteilt 50-Jährigen wegen Bandendiebstahl
Zwei Jahre und drei Monate Haft

Steinfurt -

Wegen Bandendiebstahls in Rheine, Hörstel, Lengerich und eines besonders schweren Diebstahls zwischen dem 24. Januar und 12. Februar 2019 in Steinfurt ist ein 50-jähriger Mann aus den Niederlanden vom Schöffengericht Rheine zu zwei Jahren und drei Monaten ohne Bewährung verurteilt worden.

Montag, 18.11.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 15:02 Uhr

Wegen Bandendiebstahls in Rheine, Hörstel, Lengerich und eines besonders schweren Diebstahls zwischen dem 24. Januar und 12. Februar 2019 in Steinfurt ist ein 50-jähriger Mann aus den Niederlanden vom Schöffengericht Rheine zu zwei Jahren und drei Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Damit folgte das Gericht bedingt dem Antrag des Staatsanwaltes, der zwar drei Jahre beantragt hatte, aber nicht gewusst, dass der Angeklagte zurzeit noch in Haft sitzt.

Bis zuletzt bestritt der Niederländer mit türkischen Wurzeln vehement, die Einbrüche in die Bäckereien von K+K sowie den Diebstahl in Steinfurt begangen zu haben, wo er und ein Komplize auf dem Edeka-Parkplatz mit elf leeren Gasflaschen im Auto von der Polizei kontrolliert worden war. Er behauptete, dass er dort „nur“ Kokain hätte kaufen wollen, „aber mit den Einbrüchen und dem Diebstahl der Flaschen habe ich nichts zu tun“. Das widerlegten jedoch seine Komplizen, deren Taten wegen der Vielzahl am Landgericht Münster verhandelt und inzwischen rechtskräftig verurteilt worden sind. Sie wurden zu vier beziehungsweise fast fünf Jahren Gefängnis verurteilt und aus der Haft als Zeugen vorgeführt. Beide bestätigten die Mittäterschaft des Angeklagten: „Wir haben größtenteils nur Schmiere gestanden, er ist rein gegangen.“ Einer von ihnen kommt aus Rheine und wollte sein Leben unbedingt ändern, weg von Drogen und weg von Straftaten kommen.

Der Angeklagte gab an, er hätte mit dem 32-jährigen Zeugen nach dessen Urteil gesprochen. „Der hat sich beim mir entschuldigt, dass er ausgepackt hat. Er hätte das tun müssen.“ Darin sah der 50-Jährige den Beweis für dessen Falschaussage gegen sich. Deswegen wurde der Zeuge jetzt noch einmal gehört. Geändert hat es an der Beweislage aber nichts. Weder der Staatsanwalt noch das Gericht sahen in dessen Aussage eine Belastungstendenz. „Ihm hat es leid getan, dass er Sie beschuldigt hat“, erklärte der Anklagevertreter. Das Gericht sah es genauso.

Die Beweisaufnahme ergab, dass die Männer sich in einer Spielothek kennengelernt hatten. Weil ihnen das Geld für Spiel und Kokain fehlte, hätten sie die Einbrüche begangen – am einfachsten sei ihnen das offenbar in Bäckereien erschienen.

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