Berlin-Fahrer ziehen Bilanz
Mit dem Trecker um die Siegessäule

Borghorst/Laer/Berlin -

„Mit dem Trecker einmal die Siegessäule umrunden, das war schon toll.“ Aber natürlich nicht nur das. Markus Wiening und seine drei Landwirte-Kollegen aus Laer zogen direkt nach der Groß-Kundgebung in Berlin ein positives Fazit zu ihrer Schlepper-Gewalttour. „Das hat sich auf jeden Fall gelohnt“, betont Wiening.

Dienstag, 26.11.2019, 16:14 Uhr
Am Dienstagmorgen war Geduld gefragt. Auf der A 10 stauten sich die Schlepper auf dem Weg in die Berliner Innenstadt.
Am Dienstagmorgen war Geduld gefragt. Auf der A 10 stauten sich die Schlepper auf dem Weg in die Berliner Innenstadt.

Zusammen mit Marc Schulze Schencking, Hartwig Weßeler und Heiner Schürhoff hat sich der Borghorster heute Nacht wieder auf den Weg zurück in die Heimat gemacht. „Wenn alles glatt läuft, sind wir am späten Nachmittag wieder in Borghorst“, schätzte Wiening am Dienstagnachmittag.

Bis um 15.30 Uhr war das Quartett bei der Kundgebung, danach schlenderten die vier Freunde zurück Richtung Siegessäule, wo sie ihre Schlepper geparkt hatten. „Wir fahren zurück zu unserem Sammelpunkt“, erläuterte Wiening. Wahrscheinlich würden sie nicht vor 20 Uhr dort eintreffen. „Dann gibt es erst einmal Abendessen. Wieder Rührei“, lachte der Borghorster. Wie gestern beschrieben, haben die Landwirte 50 Eier und vier Brote in ihrem geliehenen Wohnwagen eingelagert.

Die Hinfahrt nach Berlin hat für die Münsterländer problemlos geklappt. „Kein Stau, nix“, erzählt Markus Wiening am Telefon. So reibungslos laufe es wahrscheinlich auf dem Rückweg nicht. Die drei Laerer und der Borghorster verfrachteten zwei der vier Schlepper wieder auf den Tieflader. So konnte man sich wieder abwechseln mit dem Fahren.

Landwirte auf dem Weg nach Berlin

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  • Steinfurter und Laerer Landwirte wollen nach Berlin: Markus Wiening, Hartwig Weßels, Heiner Schürhoff, Marc Schulze Schencking. Am Sonntag werden die Vorbereitungen getroffen.

    Foto: Axel Roll
  • Um 2.11 Uhr geht es in der Nacht zu Montag los: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“

  • Um 7.29 Uhr die erste große Pause 30 Kilometer vor Hannover.

  • Kurzer Stopp um 9.09 Uhr. Kurzer Kommentar von Markus Wiening: „Bislang lief alles tiptop.“

  • Mittagspause um 12.56 Uhr in Gardelegen. Bis Berlin sind es noch 150 Kilometer.

  • Gegen 18.45 Uhr können die Vier mitteilen: Ziel erreicht. Das Nachtlager kann aufgeschlagen werden.

  • Der Wohnwagen kann auf einem Kasernengelände 80 Kilometer von Berlin entfernt aufgebaut werden. Morgen früh geht es um sechs Uhr weiter Richtung Brandenburger Tor.

  • Die vier Landwirte stehen um 9.15 im Stau auf der A 10 und warten darauf, nach Berlin fahren zu können. Um 6 Uhr warfen die Vier an der Sammelstelle Hellingkendorf mit 1400 Berufskollegen die Diesel an.

  • Dienstag um 10.58 Uhr: Die Schlepper aus Laer und Borghorst erreichen die Goldene Else, die Siegessäule.

  • Berlin ist dicht. Trecker blockieren die Straße des 17. Juni.

  • Nach Informationen von Markus Wiening sollen es 15000 Schlepper sein, die auf den Berliner Straßen stehen.

  • Trecker, so weit das Auge reicht.

  • Nicht geht mehr.

  • Gruppenbild vor der Siegessäule

  • Die Landwirte aus Steinfurt und Laer bei der Großdemonstration in Berlin

  • Klappe auf: Der Dieselkühler machte am Morgen Mucken. Der Fehler war aber schnell behoben. Gegen 6 Uhr starteten die vier Landwirte aus Steinfurt und Laer den Heimweg.

  • Frühstück, diesmal kein Rührei.

  • Mittagspause für das Quartett

  • wie auf dem Hinweg wieder in Gardelegen

Aus der Heimat erreichten die Berlin-Fahrer schon die ersten Anfragen, über ihre Teilnahme an der Demonstration zu berichten. Eine Bilanz konnten sie schon direkt nach der Kundgebung ziehen: „Das war ein tolles Erlebnis.“ Zum Teil Gänsehaut pur. Schon am Vorabend am Sammelpunkt. Markus Wiening: „Der Zusammenhalt, das war schon was ganz Besonderes.“

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