Wohnungsstatistik zu Steinfurt
Mehrfamilienhäuser immer beliebter

Steinfurt -

„Wie hat NRW gebaut?“ Die Beantwortung dieser Frage hat sich IT.NRW als statistisches Landesamt zur Aufgabe gemacht und stellt dazu Datenmaterial zur Verfügung, das einen Vergleich der Jahre 2010 und 2018 erlaubt – auch für Steinfurt.

Montag, 02.12.2019, 18:00 Uhr
Wie in vielen Städten rückt auch in Steinfurt der Neubau von Mehrfamilienhäusern mehr und mehr in den Fokus.
Wie in vielen Städten rückt auch in Steinfurt der Neubau von Mehrfamilienhäusern mehr und mehr in den Fokus. Foto: Axel Roll

Was die Anzahl der fertiggestellten Wohngebäude anbelangt, so hat es im Vergleich der beiden Jahre in der Kreisstadt kaum Veränderungen gegeben: 47 neu errichtete Wohngebäude 2010 stehen 49 im vergangenen Jahre gegenüber. Das Plus von 4,3 Prozent nimmt sich im Vergleich zur Entwicklung im gesamten Kreis (plus 37,6 Prozent) bescheiden aus, liegt aber noch deutlich über dem Landesdurchschnitt, der ein Minus von 3,2 Prozent in diesem Zeitraum ausweist.

Zur Ehrenrettung Steinfurts muss zudem gesagt werden, dass es zwischenzeitlich ein Hoch bei der Baufertigstellung von Wohngebäuden gab: So verzeichneten die IT.NRW-Statistiker für 2017 109 Fertigstellungen und auch in den drei Jahren davor waren es stets über 70.

Bricht man auf die Ebene der neu fertiggestellten Wohnungen herunter, so fällt die Steigerung größer aus: Wurden 2010 87 neue Einheiten registriert, waren es acht Jahre später 106 (plus 21,8 Prozent). Dies folgt dem allgemeinen Landestrend, wonach seit rund fünf Jahren der Mehrfamilienhausbau mehr und mehr in den Vordergrund rückt. Der Zuwachs in der Kreisstadt beträgt in dieser Kategorie 32 Prozent.

Noch beliebter indes waren Neubauten mit zwei Wohnungen: Wurden 2010 10 Gebäude des Types fertiggestellt, waren es 2018 schon 20. Der Zuwachs an Wohnfläche steigerte sich im Bezugszeitraum von 8870 Quadratmetern (2010) kontinuierlich bis auf 25 470 Quadratmeter 2017, um dann 2018 wieder auf 10 700 Quadratmeter zurückzufallen.

Interessant ist unter dem Gesichtspunkt der gesetzten Klimaziele der Stadt ein Blick auf die Entwicklung der Gebäude, die mit erneuerbaren Energien geheizt werden. Laut IT.NRW wurden 2017 – neuere Daten liegen nicht für alle Bereiche vollständig vor – immerhin rund 20 Prozent der neu fertiggestellten Wohngebäude von geothermisch bzw. luft- oder wasserbetriebenen Wärmepumpen beheizt. Solarenergie und Holz spielen dagegen kaum eine Rolle.

Schlussendlich nimmt IT.NRW auch den Bestand an Nichtwohngebäuden in den Fokus. In dieser Kategorie weist Steinfurt durchweg negative Zahlen im Bezugszeitraum auf. Wurden in 2010 noch 24 neue Nichtwohngebäude registriert, so waren es acht Jahre später nur noch 12. Der Rückgang bezieht sich weniger auf Büro- oder Fabrikgebäude, sondern vielmehr auf landwirtschaftliche Betriebseinheiten. 2018 wurden noch ganze vier Gebäude neu errichtet, acht Jahre zuvor waren es noch 14 gewesen.

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