Carina Brinkmann koordiniert am Marienhospital wissenschaftliche Studien
Dickdarmkrebs im Fokus

Steinfurt -

Studien im medizinischen Bereich sind wichtig für die Behandlungen jetzt erkrankter und zukünftiger Patienten. Mit Carina Brinkmann hat die Abteilung für Qualitäts- und Risikomanagement des UKM Marienhospital seit April dieses Jahres eine eigene Studien-Assistentin ausbilden lassen. Die Qualitätsmanagementbeauftragte und ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin kümmert sich seitdem um die Koordination medizinischer Studien am Steinfurter Krankenhaus, teilt das UKM in einer Presseinformation mit. Im Fokus ihrer Arbeit steht momentan die Studie im Darmzentrum mit dem Titel „Colo Predict 2.0“.

Dienstag, 10.12.2019, 15:38 Uhr
Carina Brinkmann arbeitet derzeit mit Chefarzt Dr. Reiner Schürmann an der Studie für Patienten mit Dickdarmkrebs.
Carina Brinkmann arbeitet derzeit mit Chefarzt Dr. Reiner Schürmann an der Studie für Patienten mit Dickdarmkrebs.

„Es handelt sich um eine Studie für an Dickdarmkrebs erkrankter Patienten“, erklärt die 32-Jährige. Durch die Auswertung von Gewebe- und Blutproben über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren sollen Therapieentscheidungen später einmal exakter getroffen werden. Organisiert wird diese Registerstudie von der Universität Bochum – das UKM Marienhospital beteiligt sich mit vielen weiteren Kliniken an dieser Art der Darmkrebs-Forschung.

„Gerade nach einer Krebsdiagnose hat ein Patient ganz andere Sorgen, als die Teilnahme an einer Studie“, weiß Brinkmann . Daher sei es besonders wichtig, sensibel auf die Patienten zuzugehen und alle Fragen zu einer solchen Studie ausführlich zu beantworten. Dabei nimmt der Datenschutz eine wichtige Rolle ein, betont das UKM. „Jeder Patient, der alle Kriterien für die Studienteilnahme erfüllt, wird angesprochen und muss ausdrücklich sein Einverständnis erteilen“, erklärt Brinkmann.

Dr. Reiner Schürmann leitet die Studie am UKM MHS wissenschaftlich. Der Chefarzt der Klinik für Chirurgie – Allgemein- und Viszeralchirurgie – am Steinfurter Krankenhaus ist froh über die Unterstützung der neuen „Study Nurse“. „Wir könnten diese umfangreichen Koordinationsaufgaben gar nicht leisten“, sagt der 57-jährige Viszeralchirurg. Von der Studie erhofft er sich entsprechende Erkenntnisse für seine Arbeit: „Es deutet vieles darauf hin, dass wir bei Operationen von an Darmkrebs erkrankten Patienten künftig weniger Gewebe entfernen müssen. Wir können durch die Studienergebnisse irgendwann schonender operieren und auch die Prognose für den Patienten anhand der Gewebeuntersuchungen präziser stellen.“

Einen Vorteil für die heutigen Studienteilnehmer gibt es auch. Weil die Studie erfordert, dass die Teilnehmer drei und sechs Monate nach einer Operation zur Kontrolluntersuchung erscheinen, ist die Nachsorge bei den Studienteilnehmern noch engmaschiger als sie das bei Darmkrebspatienten ohnehin schon ist. In den meisten Fällen sind die angesprochenen Patienten im Steinfurter Krankenhaus mit der Teilnahme einverstanden, schreibt das UKM Marienhospital abschließend.

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