Neujahrsempfang der Caritas im Heinrich-Roleff-Haus
Mit Sorgen und Zuversicht

Steinfurt -

Die tiefgreifenden Veränderungen und Perspektiven in der Altenpflege haben im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs gestanden, zu dem die Domus Caritas in das Heinrich-Roleff-Haus eingeladen hatte. Clemens Schulze Beiering erklärte, dass die Sorgen, Zweifel und Ängste wachsen. „Aber ich meine, dass wir, auch im Heinrich-Roleff-Haus, dennoch in guten Zeiten leben“, verbreitete der Einrichtungsleiter für die Zukunft des Hauses Optimismus.

Donnerstag, 09.01.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 16:28 Uhr
Einrichtungsleiter Clemens Schulze Beiering (l.) begrüßte neben dem Geschäftsführer der Domus Caritas Burkhard Baumann (r.) auch Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking (2.v.r.) und die Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer zum Neujahrsempfang.
Einrichtungsleiter Clemens Schulze Beiering (l.) begrüßte neben dem Geschäftsführer der Domus Caritas Burkhard Baumann (r.) auch Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking (2.v.r.) und die Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer zum Neujahrsempfang. Foto: Karl Kamer

Zahlreiche Besucher waren am Mittwoch gekommen, darunter Heimbewohner, Vertreter des Bewohnerbeirates, des Trägers, der Politik, Kirchen und Verwaltung. „Ich ziehe meinen Hut für alle, die diesen Beruf ausführen“, zollte MdL Christina Schulze Föcking (CDU) Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, die in der Senioreneinrichtung ihren Dienst leisten, Respekt. Man arbeite an verschiedenen Stellen mit der Caritas eng zusammen, erklärte die Bürgermeisterin Claudia Bögel – Hoyer und wies auf die Aktivitäten im Weberquartier hin. Ihr Dank galt der Landesregierung für die große finanzielle Unterstützung bei der Neustrukturierung des Marienhospitals.

Die Nachfrage nach den Pflegeangeboten des Hauses sei nach wie vor ungebrochen hoch. Sowohl in der Kurzzeitpflege, als auch im vollstationären Bereich hätte man weitaus mehr Anfragen, als bedient werden könnten. Das gelte für die gesamte Pflegebranche. „Wir werden gebraucht und leisten eine wichtige Arbeit“, schilderte Schulze Beiering die aktuelle Situation.

Trotz des grassierenden Pflegefachkräfte- und allgemeinen Mitarbeitermangels habe das Haus im vergangenen Jahr nicht nur alle Stellen im Pflegedienst besetzen, sondern sogar noch weiteres Personal einstellen können. „Bundesgesundheitsminister Spahn hat vor gut einem Jahr den Pflegeheimen 13 000 neue Stellen versprochen. Die uns hiervon zustehenden 1,5 Stellen haben wir tatsächlich auch refinanziert gekommen. Über die Krankenkassen wohlgemerkt“, freute sich Schulze Beiering.

„Wir leben in guten Zeiten – trotz oder gerade wegen der rasanten Veränderungen und Herausforderungen. Wir haben das Jahr 2019 erfolgreich bewältigt und hoffen, dass uns dies auch mit dem neuen Jahr gelingt. Die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden im Nachhinein als ,Goldene Zwanziger’ bezeichnet. Vielleicht gelingt es uns aus den vor uns liegenden 20er Jahren des 21. Jahrhunderts wenn nicht goldene, so doch wenigste gute Jahre zu machen – für Jung und Alt“, schloss der Leiter des Heinrich-Roleff-Hauses seine Ansprache.

Der Geschäftsführer der Domus Caritas, Burkhard Baumann, hob auf die Reform der Pflegeausbildung ab, die den Beruf aufwerten und an internationale Standards angleichen soll. Man wisse noch nicht, ob das in der Praxis alles funktioniere und welcher Bereich davon profitieren werde. Gleichwohl seien im Heinrich-Roleff-Haus ganz viele Menschen bereit, beruflich oder auch freiwillig in den unterschiedlichen Bereichen ihren Dienst für pflegebedürftige und ältere Menschen zu tun. „Herzlichen Dank dafür“, rief der Geschäftsführer ihnen zu.

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