Lernen fördern
Von der Idee bis zur Umsetzung

Burgsteinfurt -

Pausenräume sind da, um durchzuatmen und Kräfte zu sammeln. Optimal werden sie, wenn sie nicht nur Platz geben, sich zu erholen und zu erfrischen, sondern auch eine Atmosphäre zum Wohlfühlen bieten. Das wollten die jungen Leute erreichen, die bei „Lernen fördern“ in Burgsteinfurt Lehrgänge und Maßnahmen besuchen, als es darum ging, die Aufenthaltsräume im Werkstattgebäude neu zu gestalten. Wie in dem Verein üblich, wurden Teilnehmer und Mitarbeiter in die Planungen und Umsetzung einbezogen.

Donnerstag, 16.01.2020, 16:42 Uhr
Nach eigenen Ideen haben die MiA-Teilnehmer ihren Pausenraum neu gestaltet. Ole Schmedding sprühte die Graffiti, Marie Höhne und Michael Reeh (kl. Bild) besprachen die Details.
Nach eigenen Ideen haben die MiA-Teilnehmer ihren Pausenraum neu gestaltet. Ole Schmedding sprühte die Graffiti, Marie Höhne und Michael Reeh (kl. Bild) besprachen die Details. Foto: Lernen fördern

Angespornt von Graffiti-Künstlern, die im Steinfurter Stadtbild bereits Flächen neu gestaltet haben, wurde von den Teilnehmern im Rahmen einer berufsvorbereitenden Maßnahme überlegt, wie sie die kahlen Wände ihres Aufenthaltsraumes ansprechender und in ihrem Sinne jugendgerechter gestalten können.

Marie Höhne und Ole Schmedding gehören dem MiA-Projekt (Modulare und individuelle Angebote) an. Dieses Projekt führt „Lernen fördern“ für junge erwerbslose Leistungsbezieher im Auftrag des Jobcenters durch. Durch zusätzliche Betreuungsmaßnahmen sollen die in der Regel unter 25-Jährigen an Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung herangeführt werden. Um das Ziel zu erreichen, nehmen sie an individuell vereinbarten Modulen teil. Hierzu gehört auch praktisches Arbeiten. So sind Marie und Ole an ihren Anleiter Michael Reeh mit der Idee herangetreten, den Aufenthaltsraum zu verschönern. Reeh war grundsätzlich offen für dem Vorschlag. Eine erste Skizze wurde angefertigt, dann bei der Einrichtungsleitung angefragt, ob es grünes Licht für das Projekt gibt. Gemeinsam wurden Inhalte und Elemente des Graffitis abgestimmt. Die Skizze wurde überarbeitet. Schließlich gab es das Okay vom Leitungsteam. Der Plan konnte in die Praxis umgesetzt werden.

Das fertige Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen, ist Beate Ringele, Leiterin der Einrichtung, überzeugt, dass durch die Wandgemälde nicht nur der Wert des Aufenthaltsraumes, sondern auch die Identifikation der Teilnehmer mit der Einrichtung gestiegen sind.

Zudem hat die Aktion sei die Aktion für die Berufsvorbereitung ein Gewinn gewesen, fügt Ina Waterkamp, zuständige Sozialpädagogin in MiA, an. Sie bescheinigte Marie Höhne und Ole Schmedding ein hohes kreatives Potenzial, was die beiden bewegt hat, gezielt nach Lehrstellen zu suchen, in denen sie ihre Stärken beweisen können. Wen wundert es da, dass erste Bewerbungen für den Beruf Mediengestalter bereits auf dem Weg sind?

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