CDU Steinfurt sucht neuen Vorsitzenden und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden
Günter Marquard tritt zurück

Steinfurt -

Für Außenstehende kommt der Schritt überraschend: Günter Marquard hat bei der jüngsten Vorstandssitzung der Steinfurter CDU seine Ämter als Vorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender niedergelegt. „Das hat rein gesundheitliche Gründe“, erläuterte der 70-jährige ehemalige Berufssoldat auf Nachfrage dieser Zeitung.

Montag, 20.01.2020, 16:54 Uhr
Günter Marquard legt seine Ämter in Partei und Fraktion nieder.
Günter Marquard legt seine Ämter in Partei und Fraktion nieder.

Für Außenstehende kommt der Schritt überraschend: Günter Marquard hat bei der jüngsten Vorstandssitzung der Steinfurter CDU seine Ämter als Vorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender niedergelegt. „Das hat rein gesundheitliche Gründe“, erläuterte der 70-jährige ehemalige Berufssoldat auf Nachfrage dieser Zeitung. In den nächsten Monaten ständen für ihn diverse Operationen an. „Nichts Wildes“, beruhigt Marquard. Durch die anschließende Rehabilitation sei er aber für einige Monate außer Gefecht gesetzt.

Bei einer für den 7. Februar terminierten Mitgliederversammlung soll ein komplett neuer Ortsvorstand gewählt werden, die Fraktion hat sich schon am Montagabend mit der Personalie beschäftigt.

„Ich wäre turnusmäßig eh im März an der Reihe gewesen“, verwies Günter Marquard auf seine Wahl als erster Vorsitzender der fusionierten Ortsunionen Borghorst und Burgsteinfurt vor zwei Jahren. Die Kommunalwahlen im Blick, habe es ursprünglich Überlegungen gegeben, die Vorstandswahlen auf den Herbst zu verschieben. „Davon sind wir jetzt aber abgerückt“, so Marquard. Dabei wird es, wie Norbert Kerkhoff als Fraktionsvorsitzender, der damit auch dem Parteivorstand angehört, erläuterte, den großen Schnitt, sprich eine komplette Neuausrichtung des Führungsgremiums geben.

Günter Marquard selbst wird bis zur Wahl im September Mitglied des Rates bleiben. „Ich werde aber nicht noch einmal antreten“, machte der Wahl-Borghorster unmissverständlich klar. Das sei nichts Neues, sondern er habe das innerhalb der Partei immer so kommuniziert. „Mit 71 möchte ich mich auch noch auf andere Dinge als Kommunalpolitik konzentrieren können“, so der CDU-Politiker.

Wie das neue Personaltableau für den Stadtverband aussehen könnte, darüber wird sich der Vorstand bei seiner nächsten Sitzung in eineinhalb Wochen unterhalten. Das letzte Wort haben dann die Mitglieder am 7. Februar. Wer dann als Bürgermeisterkandidat gegen Amtsinhaberin Claudia Bögel-Hoyer ins Rennen geht, soll einen Monat später entschieden werden.

Fraktionsvorsitzender Norbert Kerkhoff bezeichnet das Ausscheiden seines Stellvertreters als „herben Verlust“. Die Fraktion habe er bereits offiziell darüber informiert. Günter Marquard sei ein Mann, auf den er sich zu 100 Prozent habe verlassen können. „Er hat eine Menge Aufgaben übernommen, die es jetzt gilt, auf mehrere Schultern zu verteilen“, so Kerkhoff.

Günter Marquard war drei Jahre lang Vorsitzender der Borghorster CDU, ehe er vor zwei Jahren die Führungsrolle nach dem Zusammenschluss der beiden Ortsunionen übernahm. Den Posten des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden füllte er fast eine komplette Wahlperiode aus.  

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