Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für Borghorst und Burgsteinfurt
Die Bürger sind gefragt

Steinfurt -

Der Titel klingt etwas sperrig, doch alle, die das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) vorantreiben wollen, sind sich einig, dass Bürgerbeteiligung in diesem Prozess nur funktionieren kann, wenn es den Menschen leicht gemacht wird, ihre Anregungen, Wünsche und Kritik einzubringen.

Donnerstag, 30.01.2020, 07:00 Uhr
Technischer Beigeordneter Hans Schröder, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Viola Keller (Wirtschaftsförderung Stadt Steinfurt) sowie Pia Bültmann und Caroline Uhlig (complan) diskutierten am Dienstag im ehemaligen Café Froning in Borghorst erste Anregungen, die Bürger gemacht haben, um die Fußgängerzone zu beleben.
Technischer Beigeordneter Hans Schröder, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Viola Keller (Wirtschaftsförderung Stadt Steinfurt) sowie Pia Bültmann und Caroline Uhlig (complan) diskutierten am Dienstag im ehemaligen Café Froning in Borghorst erste Anregungen, die Bürger gemacht haben, um die Fußgängerzone zu beleben. Foto: Drunkenmölle

Der Titel klingt etwas sperrig, doch alle, die das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) vorantreiben wollen, sind sich einig, dass Bürgerbeteiligung in diesem Prozess nur funktionieren kann, wenn es den Menschen leicht gemacht wird, ihre Anregungen, Wünsche und Kritik einzubringen. Gerne wird in diesem Zusammenhang von niedrigschwelligen oder barrierefreien Zugängen gesprochen, so wie sie am Dienstag und Mittwoch in Borghorst und heute und morgen (30. und 31. Januar) in Burgsteinfurt geschaffen worden sind.

An beiden Tagen haben die Einwohner die Chance, Mitarbeiterinnen der Kommunalberatungsgesellschaft complan zu treffen und ihnen zu sagen, welche Vorstellung sie davon haben, wie das Leben und Arbeiten in beiden Ortszentren attraktiver werden kann. „Diskutieren Sie mit uns über Lieblingsplätze, Missstände, Veränderungen, Zukunftsthemen und Projektideen“, laden Caroline Uhlig und Pia Bültmann die Bevölkerung ein, heute von 14 bis 17 Uhr oder morgen von 12 bis 14 Uhr in die Wasserstraße 6 zu kommen. Dort können sie an Strategien mitwirken, die die Chance bekommen sollen, realisiert zu werden. „Denn“, so verspricht Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, „wir wollen keine neuen Vorlagen für die Schublade produzieren.“

Am Ende sollen ausgereifte Konzepte stehen, die das Zeug haben, die Fördertöpfe für den Städtebau beim Kreis, Land und Bund anzuzapfen. Und das klappt nur, so pflichtet Technischer Beigeordneter Hans Schröder der Rathaus-Chefin bei, wenn den Geldgebern stichhaltige Gründe auf den Tisch gelegt werden, warum gerade Steinfurt in den Genuss von öffentlicher Förderung kommen soll. Schröder: „ISEK ist ein Türöffner.“

Das complan-Büro hat den Auftrag, zunächst eine Bestands-, dann eine Stärken- und Schwächenanalyse beider Standorte zu erarbeiten. Wirtschaftsförderung, Bau- und Planungsamt sind daran beteiligt, wenn Rahmenpläne aufgestellt werden. Gutachten und Untersuchungen, die bereits in der Vergangenheit erstellt worden sind, sollen genauso einfließen wie Zukunftsthemen Berücksichtigung finden sollen. Klimawandel, neue Mobilität oder alternative Energieerzeugung stehen in diesem Zusammenhang ganz oben auf der Agenda. Infrastruktur, Freizeit, Bildung, Schule, Kultur, Verkehr, Wirtschaft, medizinische Versorgung, Architektur, Wohnungsbau und (besonders in Burgsteinfurt nicht unbedeutend) Gestaltungssatzung und Denkmalschutz haben die Planer ohnehin schon auf dem Zettel. „Natürlich“, fügt Schröder an, „müssen wir am Ende auch prüfen, was, wann und wie tatsächlich mach- und finanzierbar ist.“

Ende des Sommers sollen Berichte und Rahmenpläne fertig und Grundlage sein, Anträge für die kommende Förderperiode bei der Bezirksregierung zu stellen. Ein ambitioniertes Ziel, wie alle Beteiligten eingestehen müssen. Sie sind dennoch zuversichtlich, dass sie bis zum Herbst Handfestes und Erfolgversprechendes zur Beratung in den zuständigen Gremien liefern können.

Bis dahin sind immer auch die Bürger gefragt, sich einzubringen. Heute und morgen in Burgsteinfurt, dann am 26. Februar von 18 bis 21 Uhr im Verlauf eines „Innenstadt-Forums“ im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse in Burgsteinfurt, Ochtruper Straße, und in einer, bis Ende März laufenden Online-Umfrage, die auf der Homepage der Stadt angeklickt werden kann. Dort gibt es laufend auch neue Infos zum ISEK.

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Termine mit den Mitarbeiterinnen von complan können auch vereinbart werden per E-Mail an pia.bueltmann@complangmbh oder unter Telefon 02 51/3 29 61 10.

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