Manfred Altenbeck im Ruhestand
Abschied von Freunden fällt schwer

Borghorst -

Es ist nun schon 42 Jahre her, da begann Manfred Altenbeck an der Pforte des Borghorster Krankenhauses zu arbeiten. In den vergangenen drei Jahrzehnten leitete er die Patientenverwaltung. Am Freitag erlebte der 63-Jährige seinen letzten Arbeitstag in der Verwaltung des UKM Marienhospitals – und der hielt natürlich einige Überraschungen bereit. Erst gab es ein Frühstück mit der gesamten Verwaltungsmannschaft, nachmittags holten ihn die Lieblingskollegen mit dem Planwagen vom Krankenhaus ab. Da war der langjährige Mitarbeiter wirklich gerührt.

Montag, 03.02.2020, 18:00 Uhr
An seinem letzten Arbeitstag am Freitag holten die Kollegen und Familienmitglieder Manfred Altenbeck (M.) am Krankenhaus ab.
An seinem letzten Arbeitstag am Freitag holten die Kollegen und Familienmitglieder Manfred Altenbeck (M.) am Krankenhaus ab. Foto: UKM

So ein Abschied fällt schwer. „Schließlich ist das Krankenhaus ein halber Familienbetrieb“, sagt Altenbeck schmunzelnd. „Meine Frau arbeitet in der Küche, meine Tochter in der Pflege und mein Schwiegersohn in der IT.“ Gleichzeitig seien viele Kollegen zu richtig engen Freunden geworden. Altenbeck: „Mit den Kollegen aus der Patientenaufnahme treffen wir uns regelmäßig. Ich werde das hier alles sehr vermissen, ist doch klar.“

Verschiedene Krankenhausleiter und -träger hat Altenbeck miterlebt, genauso wie den ganzen technischen Wandel, den das Steinfurter Krankenhaus mitgemacht hat. „Ich erinnere mich noch, als wir Ende der 1970er-Jahre den ersten Rechner bekamen. Der war halb so groß wie mein heutiges Büro“, sagt Altenbeck kopfschüttelnd.

Halb acht bis halb fünf – zu diesen Zeiten traf man Altenbeck die letzten Jahrzehnte im Krankenhaus an – und was macht er jetzt? „Ich werde jetzt öfter den Bürgerbus fahren – bisher konnte ich ja immer nur am Wochenende und am Freitagnachmittag.“ Außerdem hat der Borghorster noch viel mehr Zeit für ausgiebige Spaziergänge mit Hund Anton und für Unternehmungen mit seiner großen Familie, zu der neben den drei Töchtern und Schwiegersöhnen inzwischen vier Enkel gehören.

Vermissen werden ihren „Manni“ auch die sogenannten „Kellerkinder“ des Marienhospitals. Diese Gruppe, bestehend aus den Handwerkern und Verwaltungsmitarbeitern, ist seit den 80er-Jahren eine eingeschworene Clique. Altenbeck: „Wir feiern jedes Jahr ein Schützenfest. Und da bleibt man einfach dabei, dazu gehören schon jetzt viele ehemalige Mitarbeiter.“ Was sich Manfred Altenbeck auch nicht entgehen lassen wird, sind die anstehenden Bauarbeiten an seinem Krankenhaus: „Spannend wird hier der Bau des neuen Bettenhauses. Das werde ich mir bestimmt ganz genau ansehen.“

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